Archiv der Kategorie: Unterwegs

Mann, Frau und Hund auf dem Klosterberg Mont Saint Michel!

War das schön! Gut, dass es bewölkt war! Für unser hitzeempfindliches Rudel!

Klosterberg Mont Saint Michel

Die ganze Geschichte auf: www.herausfinderin.de

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Unser Jahrestag!

Nur mal kurz zwischendurch! Einfach, weil ich es so lustig finde…

WordPress.com und ich feiern unseren 8. Jahrestag. Lustig, was?! Ich glaube, eins meiner ersten WordPressprojekte habe ich damals gestartet, nachdem ich „wir nennen es Arbeit“ von Lobo/Friebe gelesen habe und dann die Milla – unser Lieblingsschmusehaustier! – bei uns eingezogen ist… Damals aber irgendwie eher als Baukastensystem, um eine Website zu entwickeln. Und eben nicht als Blog. Schaut mal selbst… ist jedoch nur bis 2009 gepflegt… „translating4milla.wordpress.com“

Trotzdem: Freu!8. Jahrestag WordPress.com mit Lorbeerkranz

Das nächste Projekt steht auch schon an! Die Hausfrauenmethode wird demnächst umziehen auf die „Herausfinderin“ 🙂

Am Wochenende wird jetzt aber erstemal der WordPress-Jahrestag gefeiert!

… ab jetzt Winterstarre – aber bitte nicht in meiner Küche! Mein Käferrettungstipp.

Vielleicht waren das heute die letzten warmen Sonnenstrahlen. Vielleicht haben sie das letzte Mal Bäume, Sträucher und das Feld gewärmt. Und vielleicht zum letzten Mal in diesem Jahr stiegen Tausende von Marienkäfer auf und ärgerten als dichte Insektenwolken Spaziergänger und Hunde…

Bilder des asiatischen Marienkäfers von ©entomart

Vor einigen Jahren in Washington habe ich das erste Mal die amerikanischen Eichhörnchen beobachtet und mich darüber gewundert, dass sie alle weiß bis schwarz eingefärbt waren und nicht rot, wie bei uns daheim. Zurück in Deutschland habe ich dann erfahren, dass diese sogenannten amerikanischen Grauhörnchen angeblich unsere Eichhörnchen verdrängen würden. So ganz scheint das aber nicht zu stimmen. Denn auch unsere europäischen Eichhörnchenarten haben Farben von ganz hellrot bis dunkelbraun…

Jetzt kommt die nächste Invasion. Diesmal sollen es asiatischen Marienkäfer sein… In den warmen Sonnenstrahlen haben wir am Wochenende wieder Fluginvasionen in ganz Deutschland erleben dürfen. Gleichzeitig haben wir (also Sven, Milla und ich) hunderte – ich glaube eher tausende, aber schätz‘ die mal und übertreiben will ich ja nicht – in der Luft beobachtet und es war echt unangenehm durch diese Insektenwolke zu spazieren. Auf uns Menschen aber auch auf dem Hund saßen zig Tiere gleichzeitig. Ich erkannte ziemlich schnell, dass es sich um Marienkäfer handelt. Dabei blieb ich gelassen – sind sie doch nicht giftig oder stechen oder soetwas. Aber es waren schon einige Arten dabei, die ich so noch nicht oft gesehen habe. Einige waren schwarz mit roten Punkten, einige waren gelb mit schwarzen Punkten und alle hatte auch irgendwie recht viele Punkte… Trotzdem – der Insektenekel war durchaus da!

Nach dem Spaziergang bin ich dann auf einige Blog- und Zeitungsbeträge gestoßen und konnte lernen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine asiatische Marienkäferart handeln soll, die unsere europäische Sorte gefährden und langfristig verdrängen könnte. Die asiatischen Käfer haben bereits eine Großzahl der heimischen Punkteträger in den USA verdrängt. Vielleicht erwartet uns das nun auch in Europa.  Falls es so kommt, kann man eigentlich nichts gegen diese Ausrottung tun – das ist Natur.

Wie kommt es nun zu der Insektenwolke?! Diese asiatischen „Harlekinkäfer“ überwintern gern in Gemeinschaften. Unsere europäischen Käfer bleiben gern allein. Um zu überwintern ziehen sich die Asiaten in Höhlen und Spalten zurück. Im Moment bei uns in Deutschland also gern durch ein offenes Fenster dann in Räume oder z.B. in Fensterritzen. Die heimischen Arten kommen eher nicht ins Haus, sie überwintern im Laub.

Grundsätzlich werden die Tiere – ob aus Asien oder Europa – den Winter in Winterstarre verbringen. Sie sind wechselwarm und können ab einer bestimmten Temperatur nicht mehr umherfliegen. Dann verlangsamt sich ihr Stoffwechseln und sie zehren von ihren Fettreserven und warten auf das kommende Frühjahr.

Tipp für Käfer im Haus
Sollten sich Tiere bei solch einer letzten Invasion bei Dir zu Hause eingenistet haben empfiehlt es sich, dass Du die kleinen Käfer schonend nach draußen setzt. Denn die Wohnung ist zu warm für die Winterstarre und das bedeutet wiederum, dass die Tiere voraussichtlich verhungern oder vertrocknen.

Trick: Um die Käfer aus den kleinsten Ritzen lebend herauszubekommen, kannst Du sie aufsaugen 🙂 Dafür ziehst Du eine Socke über das Staubsaugerrohr und stopfst den Rest der Socke in das Rohr. Diese Auffangmulde nimmt bei niedrigster Saugstufe die Käfer auf und Du kannst sie in der Socke bequem nach draußen bringen. Und da können sie sich dann einen geeigneten Platz zum Überwintern suchen. Achtung! Denke aber unbedingt daran, den Sauger auf die allerniedrigste Stufe einzustellen!!!

Hier mal mehr zum asiatischen Marienkäfer auf Wikipedia. Die Quelle für das Bild: ©entomart, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=815107.

Buntes Abgezapple… oder: Meine erste Zumbaparty!

Samstags um 12.00h ist der allerspäteste Zeitpunkt endlich das Wochenende einzuläuten. Dann gehe ich zu meinem Sportverein und machen ein Stündchen Zumba! Bei Melanie – mit Kerstin – und das ist toll! Doch letzten Samstag war dann alles anders: 3 Stunden Zumbaparty!

Bild Mari, Kerstin und ich Zumbaparty

Mein letztes fancy Fitnessstudio habe ich vor fast zwei Jahren gekündigt. Dort gibt es eine der besten Trainerinnen, die ich überhaupt kenne – Tatjana. Sie hat damals das Studio übernommen und damit einen inhaltlichen Wendepunkt eingeläutet. Sie bietet nun den Schwerpunkt Yoga. Das ist leider nicht mehr meins, daher die Kündigung. Aber das Ambiete – das hat übrigens Yvonne vom „raumtrifftinhalt“ gestaltet – und Tatjanas Dance & Clubbing Kurse fehlen mir schon sehr…
Ein neues schönes Studio habe ich noch nicht gefunden. Dafür aber einen sehr guten Behelf: Die Mitgliedschaft in einem Turn- und Sportverein TSC Eintracht Dortmund. Das Angebot der Kurse ist riesig. Einige Trainer und Kurse sind auch richtig, richtig klasse – nur das Ambiente entspricht halt klassischen 3-fach Turnhallen, Mattenwagen und Schulsportmief. OK – die Vereinskneipe ist ganz schön… aber die hat auch Yvonne eingerichtet…
Wie auch immer – mein Fitnesskurs Zumba am Samstag ist ein Hit und wann immer es in den Zeitplan passt, eine feste Instanz.

Aber letzten Samstag hat Melanie uns zu einer Zumba-Party in Dortmund Kley eingeladen. Dort gab es 3 Stunden Zumba am Stück in einer großen Mehrfachturnhalle, die ca. 200 Leuten Platz bot. 6 Trainer (Zumba-instructors = ZIN) hatte ihren Kursen Bescheid gesagt, sodass auch eine Menge Leute vor Ort waren. Vornehmlich Frauen – und vornehmlich in wilden, bunten Outfits. Neben den ZINs war auch ein Zumba Jammer dort… Leute – war der permanent drüber 😉
Die Trainer haben alles gegeben. Die Musik war dabei bunt gemischt. Zwischendurch auch richtig schön laut. Wir haben gegen 17.00h begonnen und als es dann langsam draußen dämmerte, wurde die Stimmung ganz schön, weil die Bühne der Trainer bunt ausgeleuchtet wurde. Besonders schön waren die Tracks, bei denen wir in zwei Gruppen gegeneinander gebattlet haben – kann man das so sagen?!

Naja – was soll ich weiter von der Party berichten. Wir hatten einen Riesenspaß! Ich persönlich habe 2 Flaschen Wasser vernichtet und nach dem Marathon Birne und Apfel – also Freiobst – verschlungen!

Und wie immer war auch hier wieder Improvisationstalent vorhanden. Denn wer benötigt schon ein Zumba-Shirt, wer die Zumba-Schuhe und co…? Ich hatte auch mit meinem regulären Sportdress so viiiiel Spaß! Mit den Mädels: Kerstin, Mari und den anderen vom TSC. Das sollten wir mal wieder machen…

Hier trotzdem auch meine Tipps zum Yogastudio von Tatjana und zu Yvonne von raumtrifftinhalt…

freiraum-fitness

raumtrifftinhalt-hausfrauenmethode

Supersonne und Bergaufstieg!

Staugenerve? Was ist aus dem Vorsatz der „guten Gedanken“geworden? Entschuldigt! Beim letzten post hatte ich kurz vergessen, dass ich mich ja nicht mehr runterziehen lassen wollte, sondern einzig positiv bleiben wollte! So ganz schlimm negativ war der Artikel ja nun auch nicht – es ging ja nur Stau. Und auch die Bilder sind wunderbar und haben nichts Schlechtes! Aber trotzdem: Entschuldigt! Hier dann dafür noch viel schöneres!!!

Gipfelkreuz Schafbergspitze

Für den Freitag am Wolfgangsee ist herrliches Wetter vorhergesagt. Es werden über 30 Grad Celsius erwartet. Da der Freitag unser letzter Urlaubstag ist, bleibt er die letzte Gelegenheit, den Schafberg oberhalb St. Wolfgang zu erklimmen. Die angekündigte Sonne lässt uns kurz diskutieren, ob wir vielleicht die Zahnradbahn zur Mittelstation nehmen und dann nur das letzte Stück wandern – aber was soll denn so etwas! Wir wollen die 1.100 Höhenmeter komplett erklimmen!

Früh soll es am Campingplatz losgehen – aber wie so oft ist es dann doch wieder später. Um kurz nach neun ziehen Milla, Sven und ich los. Bis nach St. Wolfgang sind es schon 2 km. Die sind im Streckenplan gar nicht vorgesehen. Am eigentlichen Einstieg ist es dann auch schon kurz vor zehn und die für 3,5 Stunden angesetzte Strecke beginnt.

Pilger brachten für St. Wolfgang den Reichtum

Sind es die knapp 30 Grad, ist es die Anstrenung oder ist es eine andere Art der Hitzewelle?! Wie auch immer – der Schweiß rennt uns vom Körper wie verrückt. Laut Planung soll jede Person mindestens 1 Liter Wasser mitführen – Sven trägt unseres, ich trage den halben Liter von Milla. Ist das nicht lieb!

Zu Anfang wandern wir noch auf Asphaltstraßen parallel zur Zahnradbahn. Später geht es dann in ein Wäldchen. Dort machen wir die erste kurze Trinkpause. Das war auch gut so – denn kurz drauf geht es über ein Feld und dort glüht uns die Sonne fast weg. Unsere Absprache: Ausschließlich im Schatten stehen bleiben und pausieren! Niemals! Niemals in der Sonne stehen bleiben!

Die anschließenden Geröll-Waldwege sind steil – und immer wenn irgendwo eine Kurve zu sehen ist und wir hoffe, ab dort geht es vielleicht mal geradeaus oder gar hinunter geht es einfach weiter steil oder weniger steil bergauf!

Wir sind gut in der Zeit. Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die Mittelstation. Einige Leute haben uns bis dahin überholt, andere haben wir hinter uns gelassen. Wir kehren ein und trinken eine kühles Getränk bei mitgebrachten Äpfeln, Nüssen und für Sven auch ein Brot. Und dann kommt das letzte Stück – hinauf auf 1.732 Meter komplett durch Sonne und auf unwegsamen Wegen. Zweimal kreuzen wir die „‚Gleise“ der Zahnradbahn und nach insgesamt nun 4 Stunden erreichen wir das Gipfelkreuz. Wie es mir dort mit meiner Höhenangst geht, erzähle ich ich Euch ein anderes Mal – Höhenangst ist die Hölle!

Sven organisiert uns für den Abstieg schnell noch Tickets für die Zahnradbahn (Milla wird übrigens einen Beisskorb tragen müssen) – dann haben wir uns eine Pause verdient! Einmal bitte Schnitzel und einmal bitte Kaiserschmarrn!

Erfrischt und seeehr glücklich reisen wir in der historischen Bahn um 16:05h zurück nach St. Wolfgang. Und nach solch einem unglaublich schönen Tag, mit so tollen Natureindrücken und mit glücklich müden Muskeln gönnen wir uns auch zurück im Ort noch eine exklusive Einkehr in der Sloppy Joe Beach Bar und genießen beim Bier Wassersport vom Feinsten!

Sloppy Joe Beach Bar St. Wolfgang

Die letzten Kilometer zurück zum Campingplatz werden von uns dafür genutzt, uns gegenseitig Lob auszusprechen, wie toll wir alles gemeistert haben! Trotzdem entscheiden wir, dass wir am nächsten Tag – unserem Reisetag – auf eine weitere Wanderung verzichten werden 😉

Ein herrlicher letzter Urlaubstag geht zu Ende. Schade! Wir sind uns einig! Ins Salzkammergut kehren wir auf jeden Fall noch einmal zurück. Dann vielleicht zum Mondsee… oder zum Attersee… oder zum Fuschlsee… oder zum…

Sonnenuntergang am Wolfgangsee

Welche Inhalte aus dem post haben nun mit dem Motto „Hausfrauenmethode“ zu tun?! Vielleicht, dass wir die bösen Plastikflaschen recycelt haben und mit Quellwasser aufgefüllt anstelle von unseren in Dortmund vergessenen SIGG Aluflaschen genutzt haben? Oder dass zum Wandern immer ein Opinel gehört – z.B. bei dieser Wanderung zum Teilen unserer Äpfel zwischen Menschen und Tier? Oder das es für uns selbstverständlich ist, dass am Berg kein Müll von uns zurück bleibt – auch kein durchweichtest Tempo… oder dass wir auch eine Regenjacke und Wechselshirts dabei hatten… such Dir etwas aus…

Ferienimprovisation – ein Urlaubstag daheim!

Sommer heißt schulfrei. Dann sind morgens keine Kinder und Lehrer unterwegs. Busse sind leerer und ohne rush-hour komme ich schon bei der ersten Grünphase über die Ampel. Im Büro ist das Telefon stiller als sonst, in den Fluren herrscht eine eigenartige gedämpfte Atmosphäre – manchmal ist es sogar ein bisschen unheimlich. Alle weg… nur wir Kinderlosen halten in den Ferien eisern die Stellung. Ab und zu gönnen wir uns ein verlängertes Wochenende, dann nehmen wir einen Tag frei. Mal gehen wir auch ein Stündchen eher nach Hause oder verlängern mal eine Mittagspause… Aber generell sind wir konstant den gesamten Sommer über im Job. Die Freizeit konzentriert sich auf das Wochenende. Und dann schaffen wir uns unser eigenes Sommer-Urlaubs-Feeling direkt vor der Haustür…

Brückengraffiti

 

Samstag – Wanderung mit Freunden

Ist ja wieder klar, Wochenende und schlechtes Wetter ist angesagt. Egal, verabredet ist verabredet. Um 14:30h ist Treffpunkt. Pünktlich zehn Minuten davor beginnt es zu regnen. Wir warten kurz, dann geht es trotzdem los. Ganz im Sinne des Umweltschutzes fahren wir mit fünf Menschen und zwei Hunden in einem Auto zum P&R Parkplatz Fredenbaum. Dort starten wir unsere Wanderung – nur 15 Minuten entfernt von zu Hause. Durch den Park geht es zum Leistungszentrum des Deutschen Ruderachters an den Kanal… Ist ziemlich ausgestorben, die Kanuten sind in Brasilien… Drücken wir an dieser Stelle für Olympia doch gleich mal die Daumen.

Weiter gehen wir über die erste Brücke und überqueren damit den Dortmund-Ems Kanal. Direkt dahinter biegen wir auf den gleichnamigen Radweg ab. Jetzt geht es immer geradeaus. Der Himmel reißt auf und es ist schön zu laufen. Menschen und Hunde genießen die Ruhe. Klar, wir sind noch immer in derselben Stadt, trotzdem fühlen wir uns, als wären wir ganz woanders… Denn den Blick über den Kanal haben wir sonst nicht. Es erscheint lauschig und idyllisch. Doch immer wieder ist auch das Moloch der Großstadt erkennbar. Wir passieren das Warmwasserschwimmbad Deusen, das Europalager von IKEA und überqueren schließlich nach 6 km die zweite Brücke. Der Blick von hier auf den Kanal ist ziemlich identisch. Allerdings sehen wir jetzt das IKEA Lager und auch die Industriekultur viel besser.

Dann schickt der Wanderführer uns weiter geradeaus – aber dort ist ein Zaun! Dafür können wir beim Umweg die Brennerei von der Kornbrennerei Krämer näher ansehen und einige Pferde streicheln. Schön, dass wir bis zum Zaun vorgehen. Im Garten sitzt ein Rentner und wir fragen nach den Weg. Lustig, ich erwarte irgendwie einen exotischen „ossi“ oder „baairischn“ Dialekt… Aber selbstverständlich spricht der Herr „ruhri“! Und selbstverständlich ist er auch gleich zu einem Pläuschchen aufgelegt: Dass die Wanderführer immer über diese Straße schicken würden und dies auch in jede neue Auflage überommen würde, findet er witzig – er lebe schon sein gesamtes Leben dort und während der gesamten Zeit sei der Weg schon verschlossen …

Der kleine extra Schlenker führt an Reitställen, Reitanlagen, Pferdekoppeln und einem kleinen Wäldchen vorbei – rauf geht es die steile Böschung und weiter geht es Richtung Stadt. Bei der nächsten Brückenüberquerung schauen wir nach Westen – von dort kommt die nächste Regenfront…. Wir erfreuen uns am herrlichen Bild des Spektakels… sputen uns gleichzeitig, zurück zum Park zu kommen. Beim Bootshaus startet der Regen. Auch unterstellen hilft nicht. Irgendwann hält auch das Blätterdach den Regen nicht mehr auf. Wir flitzen zu siebt durch den Fredenbaum zum Biergarten Schmiedingslust… Hier ein kurzes schnelles zischendes Radler. Die Küche ist schon geschlossen daher geht es weiter zur Depothek: Einkehr mit zünftigem Essen und köstlichen Getränken. Und wie es zu einer ordentlichen Wanderung dazu gehört, alle sind geschafft und müde. Die Hunde schnarchen schon in der Kneipe, wir schlafen auf dem Sofa beim Krimi ein.

So improvisieren wir Ferien daheim. Und wie man bei uns sacht… Montach wieder anne Schüppe 😉

Fazit
14,40 Km
3:36:21 Zeit
5 Höhenmeter
782 kcal

Quelle aus dem Wanderführer Kompass Ruhrgebiet

 

Juicybeats 2016: ausverkaufter Spaß – auch ohne mich!

Am Wochenende fand zum 21. Mal das Juicy Beats Festival in Dortmund statt. Seit dem Jubiläums Juicy Beats 2015 herrscht also Vorfreude, und wenn Du dann wieder auf der Gästeliste stehst, freust Du Dich gleich doppelt! Doch dann kommt alles anders: Meine letzte eher nachdenkliche Woche, meine Verabredung zum Doppelkopf und der fehlende Hundesitter… Hat das irgendwelche Auswirkungen auf Spaß und Freude?! Eigentlich nicht. Aber lest doch selbst…

Deichkind als Headliner am Freitag haben wir verpasst – wir waren in unserer Doppelkopf Runde verabredet und die Bierdusche von Deichkind haben wir beim Festival vor einigen Jahren schon mal bestaunt 🙂 Zudem ihr wisst: „first things first“ und Prioritäten setzen! Der Termin mit unseren Freunden stand schon lange fest – schon bevor ich auf der Gästeliste stand. Absagen war also keine Option. Ein bisschen wehmütig fuhren wir nach Schwerte… Aber die Schwermut war komplett unberechtigt. Der Abend war super, wir hatten viel Spaß, süppelten Äppelwoi und Calvi und ich spielte zwei Soli, die ich auch noch gewann und am Ende des Abends stand ich sogar auf dem Treppchen! Fantastisch! Dreimal musste ich vom Tisch aufstehen und ein Freudentänzchen vollführen. Kinder und Hund waren irritiert – aber die Erwachsenen einfach nur ein bisschen neidisch auf meine Freude 🙂

Am Samstag dann der Plan: Laufen gehen, Fahrrad kaufen und zum Festival. Na, nach dem Fläschchen Calvi am Vortag war an Laufen nicht zu denken und Fahrrad kaufen klappte auch nicht. Mein Plan, das gestohlene E-Bike durch ein gebrauchtes, günstiges zu ersetzen konnte nicht erfüllt werden: Kein gebrauchtes und auch kein günstiges im Angebot der zwei Fahrradexpertengeschäfte am Ort. Blieb vom Plan noch das Festival: 17:00h war absolut nicht schaffbar. Weil der Vormittag so anstrengend dösten Sven und ich spontan im Garten auf Stuhl und Liege ein.

Endlich um 18:30h beginnt unsere kurze Stippvisite und wir machen uns selbst ein Bild davon, wie die fast 50.000 Leute im Dortmunder Westfalenpark so feiern. Das Wetter spielt richtig gut mit, die Laune ist ausgelassen und es ist so voll wie auch in den Jahren davor. Die Mädels und Jungs sind schön anzusehen: zum Teil geschmückt in Früchte-T-Shirts und mit Blumenkränzen und ganz vielen Henna und Glitzer Tattoos. Es sind auch wieder viele kleine und große Kinder beim Festival.
Der Park ist ja auch ohne Juicy Beats ein Fest – es gibt offene Wiesenflächen, versteckte kleine Hide Aways und kunstvoll angelegte Beete und Terrassen. Für jeden Besucher ist etwas dabei – auch beim Juicy Beats. Ausgelassene Stimmung, Hüpfen, Tanzen, Singen aber auch Chillen, auf der Picknick Decke ausruhen und launig plauschen.
Klar, Getränke mitbringen ist verboten, aber mit Kindern oder als Familie gehen die Picknickdecken durch und eben auch Bonbons, Chips und andere Kleinigkeiten. Als Besucher des Familienfestival ist das also durchaus möglich (vielleicht müsst ihr kurz diskutieren… aber auf der Website stehen nur die Getränke als verboten. Informiert Euch!).

Wir hören uns abseits der Hauptbühnen Blondage an – elektronisch gesampelte Musik, so’n bisschen angelegt an die 80er Jahre, an new order und soft cell, mit zwei unblonden exzentrischen Frontleuten. Kurze Diskussion: sind das eigentliche noch Musiker im klassischen Sinne?! Natürlich sind beide total musikalisch und haben tolle tanzbare Musik entwickelt, aber in der Performance mit Mischpulten, Schaltern und Perkussionsinstrumenten kommen sie eher wie Techniker bzw. Nerds rüber ;-). Der Zeitgeist zeigt: Auch hier in der Musik on stage zieht Digitalisierung ein… ich find den Sound super!

„Dortmunder Mädel“ war gestern erstmalig auf dem Festival und fasst ihre Eindrücke auf ihrem Blog schön zusammen… daher hier der Link zu Dortmunder Maedels erstem Mal auf der Juicy Beats. Oder ihr schaut hier: #juicybeats2016.

Martin Juls, Pressesprecher des Juicy Beats, ist sehr zufrieden mit dem Festival. Er berichtet unter anderem, dass zwar so viele Toiletten wie noch nie auf dem Gelände stehen, aber es noch immer zu wenige sind – daran wird im kommenden Jahr gearbeitet 😉

Wir selbst wurden von der Stimmung gestern nicht ganz so mitgerissen. Wahrscheinlich waren wir zu spät dran oder hatten einfach unsere Hündin, die zu Hause auf uns wartete, im Kopf (sonst haben wir immer einen Hundesitter und verbringen den gesamten Tag im Park). Oder waren es die Nachwehen von der Woche und vom Abend vorher? Nach drei Stunden fuhren wir wieder nach Hause…  Kann man das einfach machen – das lang ersehnte Festival abbrechen?!
Wir hielten am Zorbas Grill an der Märkischen Straße (dort bekamen wir das letzte Gyros! Auch dort ausverkauft!) und fuhren mit Gyros und Salattasche zum Hündchen nach Hause. Futtern im Garten, chillen auf dem Sofa. Da verfliegt das schlechte Gewissen, nicht alles bis zum Ende mitgenommen zu haben ganz schnell.

Improvisation bedeutet manchmal eben einfach auch: Abbrechen, anders machen 🙂