Schlagwort-Archive: nachhaltig

Nachhaltig? Ja, denn wiederverwendet und nicht weggeworfen!

Gleich geht es nach Rügen. Mit dem Wohnmobil. Und unterwegs zu sein ist unglaublich nachhaltig. Denn unterwegs nutzen wir fast ausschließlich ausrangierte Dinge.

imageIch freue mich dann über mein lilafarbenes Nudelsieb aus meiner ersten Wohnung. Es ist aus Kunststoff, stark abgenutzt und weist überall Bläschen vom starken Wasserdampf auf – beim täglichen Gebrauch hat es mich gestört und ich hab es aus der Küche verbannt. Während des Urlaubs im Womo finde ich den Gebrauch jedoch irgendwie nostalgisch. Auch die italienische Espressokanne ist solch ein Gegenstand. Seit der voll automatische Kaffeezubereiter in die Küche eingezogen ist, wird diese Kanne nur noch im Wohnmobil benutzt. Dazu wird dann Milch erhitzt und mit einem Schneebesen aufgeschäumt. Mit dem Espresso ergibt es zusammen auf jedem Stellplatz – auch bei schlechtestem Wetter – den köstlichsten Latte Macciato oder Cappuccino. Einfach weil mit Ruhe, Zeit und einfachsten Mitteln in der Natur hergestellt.

Mal sehen, was wir auf unserer Reise recyceln, wiederverwenden oder neu nutzen bzw. umfunktionieren können…

image

Marmeladenglasliebe :-)

Es gibt eine Schublade in der Küche, dort sammle ich Marmeladen- und Gurkengläser… Einerseits, weil ich manchmal die Gläser oder Deckel so schön finde aber andererseits auch, weil es so viele Möglichkeiten gibt, sie alternativ zu verwenden. Und mein Sven sieht eben dies ganz anders… er meint, ich mülle die Schublade zu!

Hausfrauenmethode Aufbewahrungsmarmeladenglas (1)

Hier eine Anwendung: Klar, will ich möglichst viel Plastikmüll vermeiden – und trotzdem gibt es die eine oder andere Ware die vornehmlich in Tüten angeboten wird und an der ich dann nicht vorbei komme. Aber wenn die Lebensmittel dann nicht direkt verbraucht werden, macht ein Umschütten und gut Verschließen Sinn! Was natürlich dann wichtig ist, ist das Glas zu labeln – und zwar so, dass das Glas danach dann noch mal wieder verwendet werden kann. Ich lese immer in Zeitschriften oder auch auf Websites, dass man sich Etiketten downloaden, ausdrucken und aufkleben kann… aber das erscheint mir  unnütz Strom, Datenvolumen, Drucker und Farbe und so weiter zu verbrauchen, wo doch das Label grundsätzlich schon vorhanden ist.

Hier meine Vorgehensweise:

  • Umschütten in ein passendes Marmeladenglas
  • Vorhandenes Label (vielleicht sogar mit Zubereitungsanweisung) der Tüte ausschneiden
  • Mit einem Gummiband am Glas fixieren
  • Nach Restverbrauch Label entsorgen, Gummiband und Glas wieder verwenden…

Hausfrauenmethode Aufbewahrungsmarmeladenglas (7)Gut, ne?!

Was steckt eigentlich in unseren Broten?!

Landbrot getoastet
Landbrot Frühstück

Jaja. Vielen Bäckereiketten und Franchise Bäckereien sind heute im Stadtbild überall zu sehen. Dort riecht es köstlich nach frischen Brötchen und leckerem Brot. Aber beschäftigen wir uns mit den Produktionsabläufen und dann auch mit den Inhaltsstoffen die verarbeitet werden, fällt schnell auf, dass es bei der Herstellung im seltensten Fall um ein gesundes Brot geht. Vielmehr geht es darum, möglichst viele Brote zu einem günstigen Preis zu verkaufen. Dafür scheint wesentlich:
Das Brot soll gut aussehen, das Brot soll lange frisch bleiben, das Brot soll nicht schimmeln und so weiter. Das gelingt durch viele Zusatzstoffe. Für ein leckeres und gesundes Brot sind diese Zusatzstoffe aber nicht notwendig und dem Körper können sie auf Dauer sogar schaden. Also Farbstoffe, Konservierungsstoffe und andere zusätzlichen „E“s.

Was hilfts? Ich habe Glück und wohne in unmittelbarer Nachbarschaft einer mehrfach  ausgezeichneten Bäckerei: Dem Schürener Backparadies. Hier vertraue ich auf Frische und „Reinheit“ soweit das in der Backstube möglich ist. Mit Industriefertigung haben Tim Kortüm und sein Team zumindest nichts zu tun!

Und wenn ich meinen Gästen und mir etwas Außergewöhnliches gönnen möchte, dann backe ich auch gern selbst mal ein Brot. Dafür nehme ich Biomehl, Hefe, Wasser… aber seht selbst. Das was eigentlich für gutes Brot notwendig ist, ist ein bisschen Zeit und Planung… versucht es selbst!
Dieses Rezept habe ich nach unserem Urlaub in England gefunden und für Freunde ausprobiert. Direkt beim ersten Herstellen ist es wunderbar gelungen und hat herrlich zu frischen vegetarischen Dipps geschmeckt!

hausfrauenmethode englisches Landbrot (10)
Englisches Landbrot vor seinem Anschnitt

Traditionelles englisches Landbrot (modifiziert nach Linda Collister)

700 Gramm Weizenmehl Type 550
2–3 Teelöffel Salz (ich mag es gern würzig, bei mir sind es 3 TL)
30 Gramm Butter
15 Gramm bis 1/2 Würfel frische Hefe
1,5 Teelöffel Honig
420 ml lauwarmes Wasser
1 Ei geschlagen zum Bestreichen vor dem Backen

Mehl und Salz mischen. Die weiche Butter in Stückchen dazu geben und mit den Händen einarbeiten bis die Mischung krümelig aussieht.
Hefe in ein Schälchen zerbröseln und mit Honig und 100 ml warmem Wasser verrühren.
In die Mehlmischung eine Mulde drücken, dort die Hefeflüssigkeit zugeben und langsam das Mehl von außen nach innen verarbeiten. Die Küchenmaschine anstellen, das übrige warme Wasser hinzu gießen und kneten bis alles verbunden ist.

Es entsteht ein fester Teig – falls dieser noch klebt noch etwas mehr Mehl untermischen.
Auf der Arbeitsplatte ordentlich Luft unter kneten.
Den Teig in eine Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch abdecken und bei Raumtemperatur (nicht warm) etwa 1,5-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Danach den Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zusammendrücken. Ein Drittel des Teiges abstechen, den größeren und den kleineren Teil leicht kneten und zu Kugeln formen. Mit ausreichendem Abstand auf die gut bemehlte Arbeitsfläche legen und mit einem leicht feuchten Tuch abgedeckt nochmals etwa 45–60 Minutengehen lassen, bis sich das Volumen erneut verdoppelt hat.

Den Backofen auf 230 °C vorheizen. Den größeren Ball vorsichtig auf ein gefettetes Backblech, oder eins mit Backpapier ausgelegtes legen, leicht flach drücken. Danach den kleineren Ball ebenfalls leicht flach drücken und auf den größeren legen. Nun mit Mittelfinger, Zeigefinger und Daumen von oben durch den kleineren bis in den größeren Ball stoßen, damit sich beide Teigbälle miteinander verbinden.
5-10 Minuten ruhen lassen, dann mit dem verschlagenen Ei bestreichen. Mit einem scharfen Messer die Laibe dekorativ ringsum einschneiden.

Das Brot im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 205 °C reduzieren und weitere 20 Minuten backen, bis sich das Brot bei der Klopfprobe hohl anfühlt. Auf einem Rost abkühlen lassen.

Das Brot schmeckt frisch aber auch getoastet richtig gut. Es kann auch eingefroren werden.

Klimawandel?! Nein Aprilwetter…

Ich glaub’s ja nicht.

Am Donnerstag war der schönste Sonnenschein und nach getaner Arbeit auch noch genug Wärme um auf der Terrasse in der Sonne Abendbrot zu essen. Und dann kam nach und nach dieses garstige Aprilwetter auf. Bin mir ziemlich sicher, dass wir genau dieses Wetter im letzten Jahr auch hatten – aber komischerweise im Mai oder Juni. Dann heißt es natürlich: Vorsicht Klimawandel!

Aber in den April – da können wir lamentieren wie wir wollen – in den April gehört genau dieses Wetter 🙂

Hier eine kleine Fotodokumentation vom letzten Sonntag von komprimierten 36 Minuten :

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Greenpeace in Dortmund

… schade, ich hab’s verpasst.

Greenpeace-Schiff Beluga II im Dortmunder Hafen

Beim Frühstück habe ich davon gelesen, dass die Beluga II gestern in unserem Hafen angelegt und für das Thema „Plastikmüll in den Weltmeeren“ sensibilisiert hat. Umweltverschmutzung, Recycling und Mülltrennung beschäftigen mich schon länger. Viele Dinge werden auch einfach nicht mehr hinterfragt. Ich glaube, gerade die Verschmutzung der Meere wird viel zu wenig thematisiert. Das letzte Mal haben wir von dem Schmutz gehört, als die über 30 Pottwale in der Nordsee verendet sind und von der Uni Hannover obduziert wurden. Vier Wale hatten Unmengen von Plastikmüll in ihren Mägen. Zwei der vier Wale wären an dem fast vollen Magen voller Müll und vieler scharfkantiger Teile voraussichtlich sowieso verendet.

Parallel zu dieser traurigen Nachricht wurde nach einer langen Diskussion damit großflächig begonnen, dass Plastiktüten im Handel nur noch kostenpflichtig abgegeben werden.

[Eine geplante freiwillige Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und des Bundesumweltministeriums soll dazu führen, dass kostenlose Plastiktüten Schritt für Schritt aus dem Handel verschwinden. Plastiktüten stehen in der Kritik, weil sie sich in der Natur praktisch nicht zersetzen und Kleinteile von Seetieren wie Fischen oder von Vögeln gefressen werden.]

Gehe ich Lebensmittel einkaufen, habe ich selbstverständlich immer einen Einkaufskorb oder eine faltbare Einkaufstasche dabei. Aber beim Einkauf von Kleidung oder bei Einkäufen in Kaufhäusern habe ich auch immer gedankenlos zugeschaut, wie an der Kasse die Ware in eine Tüte verpackt wurde und beides dann so mitgenommen. Mit der jetzt aktiven Nachfrage der Kassiererinnen und Kassierer, ob ich für 20 Cent eine Tüte haben möchte merke ich jetzt, dass ich auch hier mein Verhalten ändern muss. Die Einkaufstasche gehört also auch beim Shopping in der Stadt dazu – um Geld aber eben auch Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schützen.
Aber Kleidung, Technik oder andere Dinge haben an eine Einkaufstasche vielleicht eine ganz andere Anforderung 🙂

Muss eine neue Einkaufstasche her…?!