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Weihnachten ade – jetzt wird’s gesund!

Drei Tage faulenzen, spielen, schlemmen und süppeln liegen hinter uns. Die Familie hat in allen vier Disziplinen alles gegeben.

Aber was für mich das absolut Interessanteste war an diesem Weihnachtsfest, waren die Gespräche und der Austausch mit einigen Followern meines Hausfrauenmethode Blogs an der Festtagstafel. Durch eine Veränderung meiner Auftragslage könnte ich ab Januar mehr Zeit auf die Hausfrauenmethode verwenden… Frage nur, was möchten die lieben Leser*innen denn eigentlich lesen? Reisen? Improvisationen? Haushalt? Speisen? DIY? Das haben wir bei Bier und Sekt, bei Plätzchen und Schokolade und später auch bei Chips & Schnaps diskutiert und uns gemeinsam hergeleitet.

gesunder vegetarischer

Es gab die einhellige Meinung von meinen „Fans und Stalkern“. Sie wünschen sich alle möglichen Infos rund um’s Abnehmen, gesund Leben, fit werden… Nicht ganz mein originäres Thema, aber ich kann mich ja mal daran versuchen 🙂

Mit der Hausfrauenmethode kann man sich schließlich irgendwie alles erschließen.

Wie und warum? Wenn wir professionell improvisieren, dann ist das ursprüngliche Vorgehen, sich dem Thema mit gesundem Menschenverstand zu nähern… ich starte damit Morgen und berichte Euch auf dem Blog.

Zudem werde ich mich selbst unter Beobachtung stellen und meine eigenen Ernährungs- und Sportgewohnheiten festhalten und – wer weiß – vielleicht auch auf den Prüfstand stellen. Außerdem frage ich mich, ob die Leser*innen tatsächlich nicht wissen, wie sie gesund leben, wie sie ihr Gewicht reduzieren oder wie sie fitter werden?

Weiß doch eigentlich jede*r! Oder?

Hier bitte kein „trick or treat“!

Am 31. Oktober ist wieder Halloween und dann spukt es erneut auf der ganzen Welt. Kleine und große Gespenster sind unterwegs und bitten um Süßes – sonst gibt’s Saures. Auch in Deutschland ist das Umherziehen mit den Kindern bereits zur Tradition geworden. Oft organisiert vom Kindergarten oder in der Nachbarschaft.
Gezeichnetes Türschild für Halloween von hausfrauenmethode
So richtig verstanden habe ich diese Tradition in Deutschland noch nicht und nachdem in den USA regelmäßig vergiftete Süßigkeiten verteilt werden – oder Obst gespickt mit  Rasierklingen – und jetzt auch noch fürchterliche Gruselclowns unterwegs sind, habe ich auch für dieses Jahr entschieden, diesen Spaß nicht mitzumachen, sondern bei Halloween 2016 einfach erneut auszusetzen.
Zudem kann ich mich erinnern, dass in unserem alten Haus einmal nach dem Schellen zwei Jugendliche vor der Tür standen mit der Maske von „Scream“ und ich mich darüber so erschrocken habe, dass ich einfach die Tür wieder zugemacht und schnell alle Lichter gelöscht habe… ich Angsthase – ich. Nein, gruseln will ich mich nicht!
Naja, der Kindergarten in unserem alten Kitz hat vorab immer verkündet, dass die Kleinen umherziehen werden und dabei eine Zeichnung verteilt, die man an seine Tür hängen konnte, wenn man nicht wollte, das geschellt wird.
Und an diese Zeichnung versuche ich mich immer, wenn ich nicht mitmachen möchte, zu erinnern. Mit meiner Nichte Lilli hab ich also für Montag zwei Schilder vorbereitet 🙂
Die werde ich am Montag auf Kinderaugenhöhe aufhängen.
Dann schellt bei uns niemand!

hier keine gespenster erwünscht auf hausfrauenmethodeZeichnung gegen Halloween auf hausfrauenmethode

Das ist ganz gut, denn dann schlägt auch der Hund nicht jedes mal an, sondern kann gemütlich durchschlafen…
Milla schläft auf Hausfrauenmethode

… auf der Website moms-dads-kid.de findet Ihr noch ein paaar mehr Infos zu Halloween.

Buntes Abgezapple… oder: Meine erste Zumbaparty!

Samstags um 12.00h ist der allerspäteste Zeitpunkt endlich das Wochenende einzuläuten. Dann gehe ich zu meinem Sportverein und machen ein Stündchen Zumba! Bei Melanie – mit Kerstin – und das ist toll! Doch letzten Samstag war dann alles anders: 3 Stunden Zumbaparty!

Bild Mari, Kerstin und ich Zumbaparty

Mein letztes fancy Fitnessstudio habe ich vor fast zwei Jahren gekündigt. Dort gibt es eine der besten Trainerinnen, die ich überhaupt kenne – Tatjana. Sie hat damals das Studio übernommen und damit einen inhaltlichen Wendepunkt eingeläutet. Sie bietet nun den Schwerpunkt Yoga. Das ist leider nicht mehr meins, daher die Kündigung. Aber das Ambiete – das hat übrigens Yvonne vom „raumtrifftinhalt“ gestaltet – und Tatjanas Dance & Clubbing Kurse fehlen mir schon sehr…
Ein neues schönes Studio habe ich noch nicht gefunden. Dafür aber einen sehr guten Behelf: Die Mitgliedschaft in einem Turn- und Sportverein TSC Eintracht Dortmund. Das Angebot der Kurse ist riesig. Einige Trainer und Kurse sind auch richtig, richtig klasse – nur das Ambiente entspricht halt klassischen 3-fach Turnhallen, Mattenwagen und Schulsportmief. OK – die Vereinskneipe ist ganz schön… aber die hat auch Yvonne eingerichtet…
Wie auch immer – mein Fitnesskurs Zumba am Samstag ist ein Hit und wann immer es in den Zeitplan passt, eine feste Instanz.

Aber letzten Samstag hat Melanie uns zu einer Zumba-Party in Dortmund Kley eingeladen. Dort gab es 3 Stunden Zumba am Stück in einer großen Mehrfachturnhalle, die ca. 200 Leuten Platz bot. 6 Trainer (Zumba-instructors = ZIN) hatte ihren Kursen Bescheid gesagt, sodass auch eine Menge Leute vor Ort waren. Vornehmlich Frauen – und vornehmlich in wilden, bunten Outfits. Neben den ZINs war auch ein Zumba Jammer dort… Leute – war der permanent drüber 😉
Die Trainer haben alles gegeben. Die Musik war dabei bunt gemischt. Zwischendurch auch richtig schön laut. Wir haben gegen 17.00h begonnen und als es dann langsam draußen dämmerte, wurde die Stimmung ganz schön, weil die Bühne der Trainer bunt ausgeleuchtet wurde. Besonders schön waren die Tracks, bei denen wir in zwei Gruppen gegeneinander gebattlet haben – kann man das so sagen?!

Naja – was soll ich weiter von der Party berichten. Wir hatten einen Riesenspaß! Ich persönlich habe 2 Flaschen Wasser vernichtet und nach dem Marathon Birne und Apfel – also Freiobst – verschlungen!

Und wie immer war auch hier wieder Improvisationstalent vorhanden. Denn wer benötigt schon ein Zumba-Shirt, wer die Zumba-Schuhe und co…? Ich hatte auch mit meinem regulären Sportdress so viiiiel Spaß! Mit den Mädels: Kerstin, Mari und den anderen vom TSC. Das sollten wir mal wieder machen…

Hier trotzdem auch meine Tipps zum Yogastudio von Tatjana und zu Yvonne von raumtrifftinhalt…

freiraum-fitness

raumtrifftinhalt-hausfrauenmethode

Baustellenzielgerade!

So langsam nervt es! Seit muttertags das Wasser aus der Decke floss, sitzen wir in einem Behelf. Ihr kennt ja auch das Datum von Muttertag – ist immer der 2. Sonntag im Mai. Heute ist der 11. August… Ich hab ja auch schon mal gepostet: „keine Küche keine Posts“. Auch das ist eine gefühlte Ewigkeit her. Seit nun 16 Tagen arbeiten endlich die Handwerker am Wiederaufbau. Ja, 16 Tage!! Ich hätte es so gern endlich wieder schön! Und sauber! Also wenigstens staubfrei…

Eingepackte Tür

Zu Beginn war ich relativ entspannt. Den Wasserschaden hatten wir nach unserem Wochenende am Rhein bemerkt – muttertagsonntags, wie gesagt. Noch an demselben Tag war das fließende Wasser gestoppt. Die Ursache bzw. Quelle des Schadens war bekannt und auch die Versicherung informiert. Ein oder zweit Tage später war auch schon klar, dass sich die Versicherung kümmern und den Schaden regulieren würde. Aber natürlich musste alles erst einmal trocknen…  Und in der Zwischenzeit musste ausgeräumt werden,  eine Menge Dinge zwischengelagert und eine Küchenalternative geschaffen werden. Als „Mobilist“ alles nicht so wild – denn wir haben schnell improvisiert und eine campingähnliche Küche ins Esszimmer gebaut.

Seit 16 Tagen dann: Kochen geht nicht, backen geht nicht, spülen oder etwas abwischen geht nicht – bzw. alles nur sehr eingeschränkt. Denn die Schränke, die Spülbecken und Arbeitsflächen sind zugehängt und die meisten Küchenutensilien im Keller… zudem ist einfach überall Staub!

Jetzt ist es aber bald soweit: die Wände sind wieder glatt und weiß, die Flächenabdeckung kann entfernt werden, ein Teil der Küche wieder eingeräumt werden und geputzt und schön gemacht werden… nur die Fußleisten und die Küchensockel, die ja vom Wasser aufgequollen waren, fehlen noch. Also steht der Kühlschrank noch immer nicht an seinem Platz. Und die zwei Schränke die ausgetauscht werden müssen, stehen mitten im Raum… aber sonst… ich hoffe – zu meinem Geburtstag im September ist alles schön.

An dieser Stelle also kurze Freude und Hoffnung! Und an die lieben Menschen, die an unser Dilemma gedacht und uns ihre Köstlichkeiten geschickt haben, ein herzliches Dankeschön!

Danke an den köstlichen Pflaumenkuchen von der lieben Birgit und das selbstgemachte Pflaumenmus mit herrlich fluffigem Hefezopf von der lieben Irene. Letzterer ist gestern einmal quer durch Deutschland in einem Pflaumenpappkarton und einem Küchentuch aus den 70er gereist – von Oberau nach Dortmund… Danke auch für die Improvisation und das recyclen… Und auch der Pflaumenkuchen von Birgit kam in einer Dose, die ich behalten und recyclen soll. Daher: Tuch und Dose gebe ich bei nächster Gelegenheit einfach an die nächste „Hilfsbedürftige“ weiter 😉

Nein, im Ernst: Vielen Dank! Alles war und ist wirklich lecker & wird von uns sehr geschätzt.

Ich gehe jetzt schnell ins Bett und freue mich auf putzen, räumen und kochen & backen morgen!!! Was ein herrlicher Samstagsplan – oder nicht?!

Ferienimprovisation – ein Urlaubstag daheim!

Sommer heißt schulfrei. Dann sind morgens keine Kinder und Lehrer unterwegs. Busse sind leerer und ohne rush-hour komme ich schon bei der ersten Grünphase über die Ampel. Im Büro ist das Telefon stiller als sonst, in den Fluren herrscht eine eigenartige gedämpfte Atmosphäre – manchmal ist es sogar ein bisschen unheimlich. Alle weg… nur wir Kinderlosen halten in den Ferien eisern die Stellung. Ab und zu gönnen wir uns ein verlängertes Wochenende, dann nehmen wir einen Tag frei. Mal gehen wir auch ein Stündchen eher nach Hause oder verlängern mal eine Mittagspause… Aber generell sind wir konstant den gesamten Sommer über im Job. Die Freizeit konzentriert sich auf das Wochenende. Und dann schaffen wir uns unser eigenes Sommer-Urlaubs-Feeling direkt vor der Haustür…

Brückengraffiti

 

Samstag – Wanderung mit Freunden

Ist ja wieder klar, Wochenende und schlechtes Wetter ist angesagt. Egal, verabredet ist verabredet. Um 14:30h ist Treffpunkt. Pünktlich zehn Minuten davor beginnt es zu regnen. Wir warten kurz, dann geht es trotzdem los. Ganz im Sinne des Umweltschutzes fahren wir mit fünf Menschen und zwei Hunden in einem Auto zum P&R Parkplatz Fredenbaum. Dort starten wir unsere Wanderung – nur 15 Minuten entfernt von zu Hause. Durch den Park geht es zum Leistungszentrum des Deutschen Ruderachters an den Kanal… Ist ziemlich ausgestorben, die Kanuten sind in Brasilien… Drücken wir an dieser Stelle für Olympia doch gleich mal die Daumen.

Weiter gehen wir über die erste Brücke und überqueren damit den Dortmund-Ems Kanal. Direkt dahinter biegen wir auf den gleichnamigen Radweg ab. Jetzt geht es immer geradeaus. Der Himmel reißt auf und es ist schön zu laufen. Menschen und Hunde genießen die Ruhe. Klar, wir sind noch immer in derselben Stadt, trotzdem fühlen wir uns, als wären wir ganz woanders… Denn den Blick über den Kanal haben wir sonst nicht. Es erscheint lauschig und idyllisch. Doch immer wieder ist auch das Moloch der Großstadt erkennbar. Wir passieren das Warmwasserschwimmbad Deusen, das Europalager von IKEA und überqueren schließlich nach 6 km die zweite Brücke. Der Blick von hier auf den Kanal ist ziemlich identisch. Allerdings sehen wir jetzt das IKEA Lager und auch die Industriekultur viel besser.

Dann schickt der Wanderführer uns weiter geradeaus – aber dort ist ein Zaun! Dafür können wir beim Umweg die Brennerei von der Kornbrennerei Krämer näher ansehen und einige Pferde streicheln. Schön, dass wir bis zum Zaun vorgehen. Im Garten sitzt ein Rentner und wir fragen nach den Weg. Lustig, ich erwarte irgendwie einen exotischen „ossi“ oder „baairischn“ Dialekt… Aber selbstverständlich spricht der Herr „ruhri“! Und selbstverständlich ist er auch gleich zu einem Pläuschchen aufgelegt: Dass die Wanderführer immer über diese Straße schicken würden und dies auch in jede neue Auflage überommen würde, findet er witzig – er lebe schon sein gesamtes Leben dort und während der gesamten Zeit sei der Weg schon verschlossen …

Der kleine extra Schlenker führt an Reitställen, Reitanlagen, Pferdekoppeln und einem kleinen Wäldchen vorbei – rauf geht es die steile Böschung und weiter geht es Richtung Stadt. Bei der nächsten Brückenüberquerung schauen wir nach Westen – von dort kommt die nächste Regenfront…. Wir erfreuen uns am herrlichen Bild des Spektakels… sputen uns gleichzeitig, zurück zum Park zu kommen. Beim Bootshaus startet der Regen. Auch unterstellen hilft nicht. Irgendwann hält auch das Blätterdach den Regen nicht mehr auf. Wir flitzen zu siebt durch den Fredenbaum zum Biergarten Schmiedingslust… Hier ein kurzes schnelles zischendes Radler. Die Küche ist schon geschlossen daher geht es weiter zur Depothek: Einkehr mit zünftigem Essen und köstlichen Getränken. Und wie es zu einer ordentlichen Wanderung dazu gehört, alle sind geschafft und müde. Die Hunde schnarchen schon in der Kneipe, wir schlafen auf dem Sofa beim Krimi ein.

So improvisieren wir Ferien daheim. Und wie man bei uns sacht… Montach wieder anne Schüppe 😉

Fazit
14,40 Km
3:36:21 Zeit
5 Höhenmeter
782 kcal

Quelle aus dem Wanderführer Kompass Ruhrgebiet

 

Sommer, Sonne, keine Zeit? First things first!

Immer wenn es bei der Arbeit zu viel auf einmal zu tun gibt, halte ich mich an das Motto „first things first“ – also das Wichtigste zuerst. Und im Klartext soll es bedeuten: Prioritäten setzen, eine Liste schreiben und nacheinander die Dinge abarbeiten. Aber das soll jetzt auch für die Freizeit das Motto werden! Ich denke doch wohl nicht, oder?!

Fuchsie

Sommer, Sonne, keine Zeit! So ist das tatsächlich. Der Garten ist plötzlich so riesig. Es gibt so viele Dinge zu tun. Klar, einmal in der Woche – spätestens alle zwei Wochen – braucht der Rasen seinen Schnitt. Zudem stehen Stauden eng an eng und müssen regelmäßig geschnitten werden. Vielleicht sogar mal verjüngt?! Die Hortensien und großen Büsche werden ebenfalls jeden Sommer größer – da musst Du permanent dran bleiben und trockene Blüten entfernen und holzige Stiele ausdünnen. Aber der Lohn ist herrlich: Diese eine Blüte solitär auf dem Schreibtisch im Büro! Die Blüten der Hortensie zum Beispiel halten sich fast von Montag bis Freitag.

Bauernhortensie

Auch die kleinen rosa Röschen sehen wunderbar aus in der Vase – bei mir ganz oft kombiniert mit etwas Rosmarin und Thymian. Da staunen selbst die hartgesottensten Gärtner unter den Kolleginnen und Kollegen. Besonders schön sehen die Blüten und Sträußchen aus, wenn sie improvisiert arrangiert stehen – also zum Beispiel in einem Einmach- oder einem Marmeladenglas, vielleicht auch in einem Übertopf. Oft habe ich dann auch das Glas noch gepimpt – einfach mit einer kleinen rosa Schleifen von pott au chocolat: meiner Lieblingsmanufaktur für Schokolade in Dortmund.

Hortensie im Büro

Aber die viele Arbeit im Garten bedeutet, die Arbeit im Haus bleibt liegen, die Freunde werden nicht besucht, das Cleverle (unser kleines Wohnmobil) steht unbewegt vor dem Haus. Oder was steht denn jetzt bei „first things first“ an oberster Stelle? Ich möchte die Freunde treffen, ich möchte das schöne Wetter am Wochenende am Strand von Holland genießen. Oder ich sollte langsam mal wieder einen Großeinkauf machen oder endlich wieder einen post auf Hausfrauenmethode schreiben!

First things first! Der post ist „last“. An einem lauen Sommerabend lässt sich der post wunderbar nach getaner Arbeit und genossenem Sommertag im Garten schreiben. Auch wenn es jetzt schon so dunkel ist, dass ich meine Blumen nicht mehr bewundern kann… aber dafür hole ich sie mir ja für den Arbeitstag ins Büro 🙂

First things first – jeden Tag auf ein neues entscheide ich, was heute das Erste auf meiner Liste ist. In diesem Sinne: Genießt den Sommer und improvisiert Euren Alltag!

Keine Küche, keine posts?!

Wie lieb manche Follower doch sind – ich poste nicht und sie fragen, ob bei mir alles in Ordnung ist! Danke für Eure Sorgen 🙂

Leere Küche_Hausfrauenmethode

 

In den letzten Tagen wurden meine die posts immer seltener. Das liegt an dem Dilemma eines Wasserschadens am Vatertag-Muttertagwochenende im Mai. Das Wasser lief aus dem Badezimmer der ersten Etage durch die Decke in die Küche, weiter in die Waschküche. Seither ist die Küche ausgeräumt – zwischenzeitlich standen sogar Trocknungsgeräte auf den Arbeitsplatten und jetzt wartet der Raum auf erneute Aufhübschung…

Daher kann ich nicht kochen, nicht backen, nicht werkeln wie ich es gewohnt bin. Und so kommt nicht nur diese Seite nicht an neue posts – auch wir hier zu Hause kommen seeehr selten an Kuchen, Torten, Köstlichkeiten.

Hier aber nun ein kleines Intermezzo (alles für’s Backen zusammensuchen & wieder wegräumen… schwitz!):

Ich freue mich aktuell über die minikleinen Nashibirnen an meinem Birnbaum – da fällt mir ein, im Eis sind noch eingemachte  Birnen aus dem letzten Jahr. Jetzt also schnell die Schubladen leeren… ewig halten die ja auch nicht mehr. Und aus meinem Rezept für „mexikanische Apfeltorte“ wird nach einigen Änderungen ein leckerer Birnenkuchen.

Dafür nutze ich das aufgetaut Birnenkompott, schütte die Flüssigkeit ab und gebe gehackte Haselnüsse darunter, um die Masse kompakter zu machen. Für den Teig mahle ich ein bisschen Müsli. Da das Kompott trotzdem recht flüssig ist, setze ich die Form nicht auf das Gitter zum backen, sondern auf ein Blech. Ist nach dem Backen schneller gereinigt als der Ofenboden… Backen, fertig! Herrlich!!

Ursprungsrezept (übrigens wirklich viiiielfach erprobt und köstlich!)

Füllung:
500 g Äpfel (ca. 4-5)
Saft einer halben Zitrone
40 g Butter
75 g gehackte Mandeln
50 g ZuckerÄpfel schälen, würfeln, im Saft der Zitrone dünsten. Erkalten lassen. Mit flüssiger Butter, Mandeln und Zucker mischen.

Teig:
150 g Butter
100 g Zucker
1 Pkt. Vanillezucker
3 Eier
125 g Haferflocken
50 g Mehl
1TL Backpulver (gehäufter TL)
1 Prise Salz
Öl & Flocken

Rührteig herstellen, 3/4 davon in eine gefettete, mit Flocken ausgestreute Form geben. Füllung darüber. Rest des Teigs auf die Füllung setzen. Mit Flocken betreuen.

190° C Ober-Unterhitze, unterste Schiene, 60 Minuten backen.

Geändert:
Anstelle der Füllung ca. 300 g Birnenkompott und 50 g gehackte Haselnüsse.
Im Teig, in der Form und auf dem Teig verwende ich ca. 125 g gehacktes Müsli anstelle von Haferflocken.

Marmeladenglasliebe :-)

Es gibt eine Schublade in der Küche, dort sammle ich Marmeladen- und Gurkengläser… Einerseits, weil ich manchmal die Gläser oder Deckel so schön finde aber andererseits auch, weil es so viele Möglichkeiten gibt, sie alternativ zu verwenden. Und mein Sven sieht eben dies ganz anders… er meint, ich mülle die Schublade zu!

Hausfrauenmethode Aufbewahrungsmarmeladenglas (1)

Hier eine Anwendung: Klar, will ich möglichst viel Plastikmüll vermeiden – und trotzdem gibt es die eine oder andere Ware die vornehmlich in Tüten angeboten wird und an der ich dann nicht vorbei komme. Aber wenn die Lebensmittel dann nicht direkt verbraucht werden, macht ein Umschütten und gut Verschließen Sinn! Was natürlich dann wichtig ist, ist das Glas zu labeln – und zwar so, dass das Glas danach dann noch mal wieder verwendet werden kann. Ich lese immer in Zeitschriften oder auch auf Websites, dass man sich Etiketten downloaden, ausdrucken und aufkleben kann… aber das erscheint mir  unnütz Strom, Datenvolumen, Drucker und Farbe und so weiter zu verbrauchen, wo doch das Label grundsätzlich schon vorhanden ist.

Hier meine Vorgehensweise:

  • Umschütten in ein passendes Marmeladenglas
  • Vorhandenes Label (vielleicht sogar mit Zubereitungsanweisung) der Tüte ausschneiden
  • Mit einem Gummiband am Glas fixieren
  • Nach Restverbrauch Label entsorgen, Gummiband und Glas wieder verwenden…

Hausfrauenmethode Aufbewahrungsmarmeladenglas (7)Gut, ne?!

Plötzlich Feiertag! Kochen ohne Einkauf!

Was eine Woche… nicht nur ein Wetterumschwung, auch ein Wasserschaden und eine Erkältung vernebeln meine Wahrnehmung für das Pfingstwochenende.

hausfrauenmethode_kräuter (5)

Natürlich ist mir klar, dass Montag ein Feiertag ist – trotzdem ist der Einkauf am Freitag bzw. Samstag irgendwie nur rudimentär ausgefallen. Was es am Sonntag oder Montag zu essen geben würde, soweit hat mein Gedanke nicht gereicht. Und dann aus Nichts etwas Leckeres herzurichten erscheint wie eine Herausforderung… wenn man eben nicht vorbereitet ist. Aber es gibt ja „basics“ – und damit klappt ein leckeres Abendessen dann doch immer.

In der Vorratsschublade findet sich ein Mix zur Herstellung von vegetarischen Frikadellen, im Kühlschrank sind noch 3 Bratwürstchen. Zudem sind Tomaten und eine Schlangengurke im Frischefach und im Vorratsschrank Zwiebeln, Reis und eine Dose Baked Beans. Was jetzt noch fehlt – und tatsächlich den Geschmack an alles bringt – sind Gewürze und Kräuter. Und da freue ich mich besonders: die Kräuter wachsen im Beet vor sich hin und sind jetzt für mich verfügbar!

Ein Highlight unseres letzten Wohnortes war ein Kleingarten in unmittelbarer fußläufiger Nachbarschaft. Die Vereinskneipe führte eine griechische Familie – Sohn Elef und seine Eltern; manchmal halfen Cousinen und Geschwister aus. Elefs Mama stand in der Küche und hat für uns frisches Essen zubereitet. Für mich war immer das Köstlichste einen kleinen griechischen Bauernsalat, einmal Gigantes und dazu eine Portion Pommes Frites mit Zaziki zu essen – für mich brauchte es dort keinen Spieß, kein Steak, kein Bifteki und auch kein Gyros zu sein. Das Besondere am Salat von Elefs Mutter waren immer die drei Sorten Zwiebeln on top: die normale Gemüsezwiebel, die Lauchzwiebel und zudem Schnittlauch. Und davon inspiriert halte ich es auch so wann immer es geht. Und viel Schnittlauch zu haben ist mir seeehr wichtig!

Zu essen gab es gestern Abend dann für mich die Veggi Frikadellen, für Sven eine Currywurst, dazu Reis mit Bohnen (gewürzt mit Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Kurkuma und Salz) und eben einen griechischen Bauernsalat mit Kräutern. Als zusätzliche Würze – nicht nur der Improvisation geschuldet – gab es einen köstlichen Ketchup dazu! Bei uns ist es im Moment der Bull’s-Eye Tomato Ketchup aus „dried tomatos“.

Um auch in schlechter organisierten Zeiten ein gutes und frisches Essen zubereiten zu können, empfiehlt sich also eine gut sortierte Vorratskammer (oder -schublade)… dazu demnächst mal mehr.