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Das echte Leben fordert Comics!

Gesund sollte es sein und ausgewogen. Von Followern zu Weihnachten gefordert – getan. Aber nach zehn digitalen Kapiteln zu dem Thema „Gesund Leben“ ist dann auch wieder „real life“ dran! Der Mann hat Geburtstag und zur Mottoparty eingeladen. In diesem Jahr zum Thema Comic! Und weil es so wunderbar zum Karnevalswochenende passt, prahle ich mal mit unserer Gästeliste. Und nicht jeder assoziiert mit Comic dasselbe… Tatsächlich kamen drei Sorten von Gästen…

… die amerikanischen Comics: Viele Fledermäuse und Super- und Antihelden. Richtig alte Charaktere aber auch brandaktuelle waren am Start.
Minni Mäuse, Popeye, Panzerknacker, Barny Gröllheimer und Gattin Betty, diverse Batmans und Badgirls, Captain America Fans, ein Pin-Up Girl, Super Mario und sogar zwei Zombies und zwei Darth Vaders waren hier.

… dann die Französischen: Schultze und Schulze, zwei Lucky Lukes, der unförmige Obelix…

… und schließlich die Nischen, Nerds und Unbekannten, die Vergessenen und liebevoll Wiedergefundenen: Klein My, Lurchi, Papa Schlumpf, Bob der Baumeister und Pipi Langstrumpf…

Was die Comics in Dortmund am letzten Wochenende gemeinsam hatten… Sie tranken Unmengen von Bier, vernichteten tütenweise Chips und Flips und sie waren so bunt und fröhlich wie ihre Vorbilder auf Papier.

Aufgrund der Recht am eigenen Bild – hier keine Bilder 😉

Zum Thema Improvisation!

Die wenigsten Kostüme waren von der Stange und da wir hier in unserer Gegend nicht gerade als Karnevalisten bekannt sind, hat auch niemand im Keller einen Verkleidungsfundus. Also war ganz, ganz viel improvisiert, gebastelt und zusammengestückelt – ach, es war so schön!

Für mein eigenes Kostüm von WonderWoman habe ich einen Tellerrock genäht – das hat super Spaß gemacht. Aber was soll ich sagen! Mit dem Radius für die Taille lag ich natürlich völlig daneben. Die Sache mit Pi war im Nähtutorial auf Youtube eigentlich ganz gut erklärt. Keine Ahnung, warum das nicht geklappt hat. Aber ich habe keine weitere Naht eingebaut oder den Rock noch einmal aufgetrennt. Ich habe einfach mit zwei Buttons aus der Ausstellung „his master’s voice“ des HMKV die Taille verjüngt. Mein Logo war auch nicht im tiefen Dekolletee eingearbeitet, sondern ich hab mir ein Logo aus dem Internet geladen, bunt ausgedruckt und zweifach auf dicken Bastelkarton geklebt. Schließlich hab ich einen silbernen Faden hinter das Logo mit Tesafilm fest geklebt. Meine Unterarmschilde waren aus Goldfutter mit Vlieseline und Baumwolle genäht und zum Befestigen habe ich Klettverschlüsse angebracht. Der Kopfschmuck ist genauso entstanden – allerdings nicht mit Klett sondern mit Gummiband. Die Schärpe hielt durch eine einfache Schleife.
Ach, was hätte ich gern Superheldinnenstiefel gehabt. Aus Reststoff habe ich mir Stars&Strip Wickel genäht. Aber die waren das eigentliche Manko meines Kostüms, hielten sie auch nach mehrfachem Wickeln um den Unterschenkel nicht. Obwohl! Sie hielten ja nicht, weil die Waden-Knie-Relation nicht stimmte. Eigentlich doch ganz gut, oder!?

Was kann ich sonst berichten. Leider haben wir vergessen, ein Foto von Gastgeber Captain America und seiner Gattin Wonder Woman zu machen… vielleicht holen wir das ja Morgen am Rosenmontag nach 🙂 Denn Captain America fährt in voller Montur zur Arbeit. Begleitet übrigens von Biene Maja… ja, das Lieblingsviech war auch als Comic vor Ort und hat begeistert. Und am Nachmittag könnten wir dann noch ein kleines Fotoshooting nachholen…

Bild von Milla als Biene Maja

Unser Jahrestag!

Nur mal kurz zwischendurch! Einfach, weil ich es so lustig finde…

WordPress.com und ich feiern unseren 8. Jahrestag. Lustig, was?! Ich glaube, eins meiner ersten WordPressprojekte habe ich damals gestartet, nachdem ich „wir nennen es Arbeit“ von Lobo/Friebe gelesen habe und dann die Milla – unser Lieblingsschmusehaustier! – bei uns eingezogen ist… Damals aber irgendwie eher als Baukastensystem, um eine Website zu entwickeln. Und eben nicht als Blog. Schaut mal selbst… ist jedoch nur bis 2009 gepflegt… „translating4milla.wordpress.com“

Trotzdem: Freu!8. Jahrestag WordPress.com mit Lorbeerkranz

Das nächste Projekt steht auch schon an! Die Hausfrauenmethode wird demnächst umziehen auf die „Herausfinderin“ 🙂

Am Wochenende wird jetzt aber erstemal der WordPress-Jahrestag gefeiert!

Einen schönen 3. Advent!

Ich wünsche Euch allen einen schönen dritten Advent.

Tatsächlich habe ich Euch bis heute nicht von meinem Adventskranz berichtet.
Jedes Jahr gestalte ich meinen weihnachtlichen Tischschmuck selbst – endweder bestücke ich ein langes eisernes Tablett, oder ich binde Zweige um einem Strohkranz. Beides kann ich wieder verwenden und da ich nur Zweige als Abfall habe, die ich auch noch im Ofen als „Anmachholz“ nutze kann, habe ich ein gutes Ökogewissen.

Jedes Jahr überlege ich kurz – für ein zwei Wochen im November – ob ich in diesem Jahr einmal eine andere Weihnachtsfarbe wählen sollte, als rot. Und jedes Jahr erinnere ich mich kurz an das eine Jahr, in dem ich mich für lila entschied und überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung geriet. Schuld war meiner Meinung nach, dass das Haus nicht old-school in festlichem Rot geschmückt war, sondern distanziert modern wirkte… Naja. Also auch in diesem Jahr wieder rot!

Leider ist aber in unserer Familie in diesem Jahr die Zeit unglaublich knapp. Daher habe ich mir – anders als in den Jahren davor – einen fertig gebundenen Kranz gekauft. Unterschiedliches Tannengrün ist mir immer wichtig. Normalerweise binde ich den Kranz aus drei gekauften unterschiedlichen Zweigsorten ergänzt um etwas Eibe und auch Ilex (Stechpalme) aus dem eigenen Garten. Da mein Tisch 95 cm breit ist, habe ich auf dem großen Teller auch einen großen Kranz gebunden. Der gekaufte hat daher auch eine Größe von ungefähr 50 cm. Dazu besorgte ich vier Rustikkerzen. Auch die möchte ich eigentlich jedes Jahr ersetzen durch andere, glattere. Aber ich möchte auf jeden Fall durch gefärbte Kerzen und das macht es schwierig, wenn man zu spät dran ist mit dem Kerzenkauf.

Den Kranz habe ich dann mit der Herzgirlande, drei Sträußchen künstlichen roten Beeren, zwei roten kleinen Baumkugeln und einigen Tannenzapfen, die ich in Dortmund auf Phoenix West gefunden habe, geschmückt. Dann noch die Kerzenteller draufdrücken und die Kerzen darauf befestigen. Auch wenn ich mit 22 EUR relativ viel für den Kranz ausgegeben habe – nur für Tannengrün hätte ich wahrscheinlich nicht mehr als 15 EUR benötigt – freue ich mich sehr über das gelungene Arrangement. Das Gesteck wirkt festlich und auch schön üppig auf dem silbernen Tablett auf dem Holztisch. Das kommt hier im Bild leider nicht so gut rüber.

Heute Morgen haben wir bereits die dritte Kerze angezündet, und das Video davon ist auf der Website von moms-dads-kids.de gepostet 🙂 Schaut doch mal vorbei!

Adventskranz mit drei angezündeten Kerzen Weihnachten Hausfrau

Was mir jetzt noch fehlt ist ein Tässchen Glühwein, ein köstliches Plätzchen und vielleicht eine Weihnachtsgeschichte… Aber das machen wir heute alles noch, wenn wir mit dem Hund die Nachmittagsrunde gegangen sind. Genießt Euren dritten Advent!

Hier bitte kein „trick or treat“!

Am 31. Oktober ist wieder Halloween und dann spukt es erneut auf der ganzen Welt. Kleine und große Gespenster sind unterwegs und bitten um Süßes – sonst gibt’s Saures. Auch in Deutschland ist das Umherziehen mit den Kindern bereits zur Tradition geworden. Oft organisiert vom Kindergarten oder in der Nachbarschaft.
Gezeichnetes Türschild für Halloween von hausfrauenmethode
So richtig verstanden habe ich diese Tradition in Deutschland noch nicht und nachdem in den USA regelmäßig vergiftete Süßigkeiten verteilt werden – oder Obst gespickt mit  Rasierklingen – und jetzt auch noch fürchterliche Gruselclowns unterwegs sind, habe ich auch für dieses Jahr entschieden, diesen Spaß nicht mitzumachen, sondern bei Halloween 2016 einfach erneut auszusetzen.
Zudem kann ich mich erinnern, dass in unserem alten Haus einmal nach dem Schellen zwei Jugendliche vor der Tür standen mit der Maske von „Scream“ und ich mich darüber so erschrocken habe, dass ich einfach die Tür wieder zugemacht und schnell alle Lichter gelöscht habe… ich Angsthase – ich. Nein, gruseln will ich mich nicht!
Naja, der Kindergarten in unserem alten Kitz hat vorab immer verkündet, dass die Kleinen umherziehen werden und dabei eine Zeichnung verteilt, die man an seine Tür hängen konnte, wenn man nicht wollte, das geschellt wird.
Und an diese Zeichnung versuche ich mich immer, wenn ich nicht mitmachen möchte, zu erinnern. Mit meiner Nichte Lilli hab ich also für Montag zwei Schilder vorbereitet 🙂
Die werde ich am Montag auf Kinderaugenhöhe aufhängen.
Dann schellt bei uns niemand!

hier keine gespenster erwünscht auf hausfrauenmethodeZeichnung gegen Halloween auf hausfrauenmethode

Das ist ganz gut, denn dann schlägt auch der Hund nicht jedes mal an, sondern kann gemütlich durchschlafen…
Milla schläft auf Hausfrauenmethode

… auf der Website moms-dads-kid.de findet Ihr noch ein paaar mehr Infos zu Halloween.

Buntes Abgezapple… oder: Meine erste Zumbaparty!

Samstags um 12.00h ist der allerspäteste Zeitpunkt endlich das Wochenende einzuläuten. Dann gehe ich zu meinem Sportverein und machen ein Stündchen Zumba! Bei Melanie – mit Kerstin – und das ist toll! Doch letzten Samstag war dann alles anders: 3 Stunden Zumbaparty!

Bild Mari, Kerstin und ich Zumbaparty

Mein letztes fancy Fitnessstudio habe ich vor fast zwei Jahren gekündigt. Dort gibt es eine der besten Trainerinnen, die ich überhaupt kenne – Tatjana. Sie hat damals das Studio übernommen und damit einen inhaltlichen Wendepunkt eingeläutet. Sie bietet nun den Schwerpunkt Yoga. Das ist leider nicht mehr meins, daher die Kündigung. Aber das Ambiete – das hat übrigens Yvonne vom „raumtrifftinhalt“ gestaltet – und Tatjanas Dance & Clubbing Kurse fehlen mir schon sehr…
Ein neues schönes Studio habe ich noch nicht gefunden. Dafür aber einen sehr guten Behelf: Die Mitgliedschaft in einem Turn- und Sportverein TSC Eintracht Dortmund. Das Angebot der Kurse ist riesig. Einige Trainer und Kurse sind auch richtig, richtig klasse – nur das Ambiente entspricht halt klassischen 3-fach Turnhallen, Mattenwagen und Schulsportmief. OK – die Vereinskneipe ist ganz schön… aber die hat auch Yvonne eingerichtet…
Wie auch immer – mein Fitnesskurs Zumba am Samstag ist ein Hit und wann immer es in den Zeitplan passt, eine feste Instanz.

Aber letzten Samstag hat Melanie uns zu einer Zumba-Party in Dortmund Kley eingeladen. Dort gab es 3 Stunden Zumba am Stück in einer großen Mehrfachturnhalle, die ca. 200 Leuten Platz bot. 6 Trainer (Zumba-instructors = ZIN) hatte ihren Kursen Bescheid gesagt, sodass auch eine Menge Leute vor Ort waren. Vornehmlich Frauen – und vornehmlich in wilden, bunten Outfits. Neben den ZINs war auch ein Zumba Jammer dort… Leute – war der permanent drüber 😉
Die Trainer haben alles gegeben. Die Musik war dabei bunt gemischt. Zwischendurch auch richtig schön laut. Wir haben gegen 17.00h begonnen und als es dann langsam draußen dämmerte, wurde die Stimmung ganz schön, weil die Bühne der Trainer bunt ausgeleuchtet wurde. Besonders schön waren die Tracks, bei denen wir in zwei Gruppen gegeneinander gebattlet haben – kann man das so sagen?!

Naja – was soll ich weiter von der Party berichten. Wir hatten einen Riesenspaß! Ich persönlich habe 2 Flaschen Wasser vernichtet und nach dem Marathon Birne und Apfel – also Freiobst – verschlungen!

Und wie immer war auch hier wieder Improvisationstalent vorhanden. Denn wer benötigt schon ein Zumba-Shirt, wer die Zumba-Schuhe und co…? Ich hatte auch mit meinem regulären Sportdress so viiiiel Spaß! Mit den Mädels: Kerstin, Mari und den anderen vom TSC. Das sollten wir mal wieder machen…

Hier trotzdem auch meine Tipps zum Yogastudio von Tatjana und zu Yvonne von raumtrifftinhalt…

freiraum-fitness

raumtrifftinhalt-hausfrauenmethode

Ferienimprovisation – ein Urlaubstag daheim!

Sommer heißt schulfrei. Dann sind morgens keine Kinder und Lehrer unterwegs. Busse sind leerer und ohne rush-hour komme ich schon bei der ersten Grünphase über die Ampel. Im Büro ist das Telefon stiller als sonst, in den Fluren herrscht eine eigenartige gedämpfte Atmosphäre – manchmal ist es sogar ein bisschen unheimlich. Alle weg… nur wir Kinderlosen halten in den Ferien eisern die Stellung. Ab und zu gönnen wir uns ein verlängertes Wochenende, dann nehmen wir einen Tag frei. Mal gehen wir auch ein Stündchen eher nach Hause oder verlängern mal eine Mittagspause… Aber generell sind wir konstant den gesamten Sommer über im Job. Die Freizeit konzentriert sich auf das Wochenende. Und dann schaffen wir uns unser eigenes Sommer-Urlaubs-Feeling direkt vor der Haustür…

Brückengraffiti

 

Samstag – Wanderung mit Freunden

Ist ja wieder klar, Wochenende und schlechtes Wetter ist angesagt. Egal, verabredet ist verabredet. Um 14:30h ist Treffpunkt. Pünktlich zehn Minuten davor beginnt es zu regnen. Wir warten kurz, dann geht es trotzdem los. Ganz im Sinne des Umweltschutzes fahren wir mit fünf Menschen und zwei Hunden in einem Auto zum P&R Parkplatz Fredenbaum. Dort starten wir unsere Wanderung – nur 15 Minuten entfernt von zu Hause. Durch den Park geht es zum Leistungszentrum des Deutschen Ruderachters an den Kanal… Ist ziemlich ausgestorben, die Kanuten sind in Brasilien… Drücken wir an dieser Stelle für Olympia doch gleich mal die Daumen.

Weiter gehen wir über die erste Brücke und überqueren damit den Dortmund-Ems Kanal. Direkt dahinter biegen wir auf den gleichnamigen Radweg ab. Jetzt geht es immer geradeaus. Der Himmel reißt auf und es ist schön zu laufen. Menschen und Hunde genießen die Ruhe. Klar, wir sind noch immer in derselben Stadt, trotzdem fühlen wir uns, als wären wir ganz woanders… Denn den Blick über den Kanal haben wir sonst nicht. Es erscheint lauschig und idyllisch. Doch immer wieder ist auch das Moloch der Großstadt erkennbar. Wir passieren das Warmwasserschwimmbad Deusen, das Europalager von IKEA und überqueren schließlich nach 6 km die zweite Brücke. Der Blick von hier auf den Kanal ist ziemlich identisch. Allerdings sehen wir jetzt das IKEA Lager und auch die Industriekultur viel besser.

Dann schickt der Wanderführer uns weiter geradeaus – aber dort ist ein Zaun! Dafür können wir beim Umweg die Brennerei von der Kornbrennerei Krämer näher ansehen und einige Pferde streicheln. Schön, dass wir bis zum Zaun vorgehen. Im Garten sitzt ein Rentner und wir fragen nach den Weg. Lustig, ich erwarte irgendwie einen exotischen „ossi“ oder „baairischn“ Dialekt… Aber selbstverständlich spricht der Herr „ruhri“! Und selbstverständlich ist er auch gleich zu einem Pläuschchen aufgelegt: Dass die Wanderführer immer über diese Straße schicken würden und dies auch in jede neue Auflage überommen würde, findet er witzig – er lebe schon sein gesamtes Leben dort und während der gesamten Zeit sei der Weg schon verschlossen …

Der kleine extra Schlenker führt an Reitställen, Reitanlagen, Pferdekoppeln und einem kleinen Wäldchen vorbei – rauf geht es die steile Böschung und weiter geht es Richtung Stadt. Bei der nächsten Brückenüberquerung schauen wir nach Westen – von dort kommt die nächste Regenfront…. Wir erfreuen uns am herrlichen Bild des Spektakels… sputen uns gleichzeitig, zurück zum Park zu kommen. Beim Bootshaus startet der Regen. Auch unterstellen hilft nicht. Irgendwann hält auch das Blätterdach den Regen nicht mehr auf. Wir flitzen zu siebt durch den Fredenbaum zum Biergarten Schmiedingslust… Hier ein kurzes schnelles zischendes Radler. Die Küche ist schon geschlossen daher geht es weiter zur Depothek: Einkehr mit zünftigem Essen und köstlichen Getränken. Und wie es zu einer ordentlichen Wanderung dazu gehört, alle sind geschafft und müde. Die Hunde schnarchen schon in der Kneipe, wir schlafen auf dem Sofa beim Krimi ein.

So improvisieren wir Ferien daheim. Und wie man bei uns sacht… Montach wieder anne Schüppe 😉

Fazit
14,40 Km
3:36:21 Zeit
5 Höhenmeter
782 kcal

Quelle aus dem Wanderführer Kompass Ruhrgebiet

 

Juicybeats 2016: ausverkaufter Spaß – auch ohne mich!

Am Wochenende fand zum 21. Mal das Juicy Beats Festival in Dortmund statt. Seit dem Jubiläums Juicy Beats 2015 herrscht also Vorfreude, und wenn Du dann wieder auf der Gästeliste stehst, freust Du Dich gleich doppelt! Doch dann kommt alles anders: Meine letzte eher nachdenkliche Woche, meine Verabredung zum Doppelkopf und der fehlende Hundesitter… Hat das irgendwelche Auswirkungen auf Spaß und Freude?! Eigentlich nicht. Aber lest doch selbst…

Deichkind als Headliner am Freitag haben wir verpasst – wir waren in unserer Doppelkopf Runde verabredet und die Bierdusche von Deichkind haben wir beim Festival vor einigen Jahren schon mal bestaunt 🙂 Zudem ihr wisst: „first things first“ und Prioritäten setzen! Der Termin mit unseren Freunden stand schon lange fest – schon bevor ich auf der Gästeliste stand. Absagen war also keine Option. Ein bisschen wehmütig fuhren wir nach Schwerte… Aber die Schwermut war komplett unberechtigt. Der Abend war super, wir hatten viel Spaß, süppelten Äppelwoi und Calvi und ich spielte zwei Soli, die ich auch noch gewann und am Ende des Abends stand ich sogar auf dem Treppchen! Fantastisch! Dreimal musste ich vom Tisch aufstehen und ein Freudentänzchen vollführen. Kinder und Hund waren irritiert – aber die Erwachsenen einfach nur ein bisschen neidisch auf meine Freude 🙂

Am Samstag dann der Plan: Laufen gehen, Fahrrad kaufen und zum Festival. Na, nach dem Fläschchen Calvi am Vortag war an Laufen nicht zu denken und Fahrrad kaufen klappte auch nicht. Mein Plan, das gestohlene E-Bike durch ein gebrauchtes, günstiges zu ersetzen konnte nicht erfüllt werden: Kein gebrauchtes und auch kein günstiges im Angebot der zwei Fahrradexpertengeschäfte am Ort. Blieb vom Plan noch das Festival: 17:00h war absolut nicht schaffbar. Weil der Vormittag so anstrengend dösten Sven und ich spontan im Garten auf Stuhl und Liege ein.

Endlich um 18:30h beginnt unsere kurze Stippvisite und wir machen uns selbst ein Bild davon, wie die fast 50.000 Leute im Dortmunder Westfalenpark so feiern. Das Wetter spielt richtig gut mit, die Laune ist ausgelassen und es ist so voll wie auch in den Jahren davor. Die Mädels und Jungs sind schön anzusehen: zum Teil geschmückt in Früchte-T-Shirts und mit Blumenkränzen und ganz vielen Henna und Glitzer Tattoos. Es sind auch wieder viele kleine und große Kinder beim Festival.
Der Park ist ja auch ohne Juicy Beats ein Fest – es gibt offene Wiesenflächen, versteckte kleine Hide Aways und kunstvoll angelegte Beete und Terrassen. Für jeden Besucher ist etwas dabei – auch beim Juicy Beats. Ausgelassene Stimmung, Hüpfen, Tanzen, Singen aber auch Chillen, auf der Picknick Decke ausruhen und launig plauschen.
Klar, Getränke mitbringen ist verboten, aber mit Kindern oder als Familie gehen die Picknickdecken durch und eben auch Bonbons, Chips und andere Kleinigkeiten. Als Besucher des Familienfestival ist das also durchaus möglich (vielleicht müsst ihr kurz diskutieren… aber auf der Website stehen nur die Getränke als verboten. Informiert Euch!).

Wir hören uns abseits der Hauptbühnen Blondage an – elektronisch gesampelte Musik, so’n bisschen angelegt an die 80er Jahre, an new order und soft cell, mit zwei unblonden exzentrischen Frontleuten. Kurze Diskussion: sind das eigentliche noch Musiker im klassischen Sinne?! Natürlich sind beide total musikalisch und haben tolle tanzbare Musik entwickelt, aber in der Performance mit Mischpulten, Schaltern und Perkussionsinstrumenten kommen sie eher wie Techniker bzw. Nerds rüber ;-). Der Zeitgeist zeigt: Auch hier in der Musik on stage zieht Digitalisierung ein… ich find den Sound super!

„Dortmunder Mädel“ war gestern erstmalig auf dem Festival und fasst ihre Eindrücke auf ihrem Blog schön zusammen… daher hier der Link zu Dortmunder Maedels erstem Mal auf der Juicy Beats. Oder ihr schaut hier: #juicybeats2016.

Martin Juls, Pressesprecher des Juicy Beats, ist sehr zufrieden mit dem Festival. Er berichtet unter anderem, dass zwar so viele Toiletten wie noch nie auf dem Gelände stehen, aber es noch immer zu wenige sind – daran wird im kommenden Jahr gearbeitet 😉

Wir selbst wurden von der Stimmung gestern nicht ganz so mitgerissen. Wahrscheinlich waren wir zu spät dran oder hatten einfach unsere Hündin, die zu Hause auf uns wartete, im Kopf (sonst haben wir immer einen Hundesitter und verbringen den gesamten Tag im Park). Oder waren es die Nachwehen von der Woche und vom Abend vorher? Nach drei Stunden fuhren wir wieder nach Hause…  Kann man das einfach machen – das lang ersehnte Festival abbrechen?!
Wir hielten am Zorbas Grill an der Märkischen Straße (dort bekamen wir das letzte Gyros! Auch dort ausverkauft!) und fuhren mit Gyros und Salattasche zum Hündchen nach Hause. Futtern im Garten, chillen auf dem Sofa. Da verfliegt das schlechte Gewissen, nicht alles bis zum Ende mitgenommen zu haben ganz schnell.

Improvisation bedeutet manchmal eben einfach auch: Abbrechen, anders machen 🙂

Niedertracht: Mein Fahrrad ist weg!

Seit zwei Wochen ist eine Baustelle an einer wirklich großen Kreuzung auf meinem Arbeitsweg eingerichtet, durch die ich wirklich jeden Morgen fahren muss und für die es wirklich keine alternative Route gibt – wenn ich denn mit dem Auto oder Bus fahre! Rückstau von mehreren hundert Metern und da alles einspurig ist, aber drei Straßen auf die Kreuzung führen, dauert es ewig, bis die  Ampel für mich auf grün schaltet… Tja – auf auf das e-Bike.

Fahrradweg zur Arbeit

Wie herrlich, wenn ich über den Radweg an jedem Stau vorbeifahren kann! Zudem erlebe ich auf dem Radweg, wie der PHOENIXSEE in Dortmund erwacht – mit allen seinen tierischen Bewohnern und seinen Menschen. Das macht schon ganz früh morgens suuuper Laune!  Auch mit Kostüm und Peeptoes machbar! Auch Sportzeug für die aktive Einheit nach dem Büro kann ich transportieren! Hach! Es läuft!

Und dann kam gestern! Und alles ist aus und vorbei! Nach einem vollgepackten Arbeitstag verlasse ich um 17:20h das Büro, komme um die Ecke und sehe…. nix! Ein fast leerer Fahrradparkplatz. Keine Spur von meinem Kreidler!

Der Tag war eh schon so nervig und ich wollte sowieso schon auf dem Arm! Aber jetzt will ich mich wirklich sofort verkriechen und mit der Welt nichts mehr zu tun haben! Was hilft mein Selbstmitleid… also wieder rein ins Büro, ausheulen bei den Kolleginnen – die mir übrigens sofort anbieten, mich heim zu fahren… lieb!!! – bei der Polizei anrufen und hören, wie es denn nun weitergeht.

Also: wenn Euer Fahrrad gestohlen wird, dann müsst Ihr mit den Unterlagen des Fahrrads zur Polizei gehen. Dabei ist es egal zu welche Wache Ihr geht. Dort legt Ihr Euren Perso vor und die Unterlagen vom Fahrrad und schildert den Sachverhalt. Der wird von den Beamten aufgenommen und in einen Bericht geschrieben, dann gibt’s zwei Ausdrucke und Ihr müsst beide unterschreiben. Euch wird darauf hin ein Aktenzeichen ausgehändigt und damit könnt Ihr Euch dann bei der Versicherung melden. Der Beamte machte mir keinen Mut, dass das Rad wieder auftauchen wird… voraussichtlich werde ich wohl in ca. 6 Monate einen Brief erhalten, mit dem mir die Einstellung des Verfahrens angezeigt wird.

Schnief! Heute Morgen stand ich also erstmals morgens mit dem Auto in der Kreuzungsbaustelle und hab brav gewartet, bis auch ich weiterfahren durfte 😦
Dafür hat sich der liebe Sven um die Versicherungsangelegenheiten gekümmert… danke!

Jetzt stellt sich für mich die Frage: Möchte ich ein neues e-Bike?!  Ich kann es ja nicht anders abstellen als vor dem Büro! Oder kann mein Arbeitgeber einen sicheren Fahrradkeller schaffen? Oder nehm ich das Rad wieder mit in mein Büro wie im letzten Jahr, als es noch ganz neu war? Aber solch ein Fahrrad ja sooo schwer und ich muss einige Stufen im Gebäude überwinden! Wenn das Rad leichter sein soll, dann ist es ohne elektrische Unterstützung und dann komme ich geschwitzt im Büro an – das ist also gar keine Alternative… hmmm…. mal nachdenken…