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Einen schönen 3. Advent!

Ich wünsche Euch allen einen schönen dritten Advent.

Tatsächlich habe ich Euch bis heute nicht von meinem Adventskranz berichtet.
Jedes Jahr gestalte ich meinen weihnachtlichen Tischschmuck selbst – endweder bestücke ich ein langes eisernes Tablett, oder ich binde Zweige um einem Strohkranz. Beides kann ich wieder verwenden und da ich nur Zweige als Abfall habe, die ich auch noch im Ofen als „Anmachholz“ nutze kann, habe ich ein gutes Ökogewissen.

Jedes Jahr überlege ich kurz – für ein zwei Wochen im November – ob ich in diesem Jahr einmal eine andere Weihnachtsfarbe wählen sollte, als rot. Und jedes Jahr erinnere ich mich kurz an das eine Jahr, in dem ich mich für lila entschied und überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung geriet. Schuld war meiner Meinung nach, dass das Haus nicht old-school in festlichem Rot geschmückt war, sondern distanziert modern wirkte… Naja. Also auch in diesem Jahr wieder rot!

Leider ist aber in unserer Familie in diesem Jahr die Zeit unglaublich knapp. Daher habe ich mir – anders als in den Jahren davor – einen fertig gebundenen Kranz gekauft. Unterschiedliches Tannengrün ist mir immer wichtig. Normalerweise binde ich den Kranz aus drei gekauften unterschiedlichen Zweigsorten ergänzt um etwas Eibe und auch Ilex (Stechpalme) aus dem eigenen Garten. Da mein Tisch 95 cm breit ist, habe ich auf dem großen Teller auch einen großen Kranz gebunden. Der gekaufte hat daher auch eine Größe von ungefähr 50 cm. Dazu besorgte ich vier Rustikkerzen. Auch die möchte ich eigentlich jedes Jahr ersetzen durch andere, glattere. Aber ich möchte auf jeden Fall durch gefärbte Kerzen und das macht es schwierig, wenn man zu spät dran ist mit dem Kerzenkauf.

Den Kranz habe ich dann mit der Herzgirlande, drei Sträußchen künstlichen roten Beeren, zwei roten kleinen Baumkugeln und einigen Tannenzapfen, die ich in Dortmund auf Phoenix West gefunden habe, geschmückt. Dann noch die Kerzenteller draufdrücken und die Kerzen darauf befestigen. Auch wenn ich mit 22 EUR relativ viel für den Kranz ausgegeben habe – nur für Tannengrün hätte ich wahrscheinlich nicht mehr als 15 EUR benötigt – freue ich mich sehr über das gelungene Arrangement. Das Gesteck wirkt festlich und auch schön üppig auf dem silbernen Tablett auf dem Holztisch. Das kommt hier im Bild leider nicht so gut rüber.

Heute Morgen haben wir bereits die dritte Kerze angezündet, und das Video davon ist auf der Website von moms-dads-kids.de gepostet 🙂 Schaut doch mal vorbei!

Adventskranz mit drei angezündeten Kerzen Weihnachten Hausfrau

Was mir jetzt noch fehlt ist ein Tässchen Glühwein, ein köstliches Plätzchen und vielleicht eine Weihnachtsgeschichte… Aber das machen wir heute alles noch, wenn wir mit dem Hund die Nachmittagsrunde gegangen sind. Genießt Euren dritten Advent!

Plötzlich Feiertag! Kochen ohne Einkauf!

Was eine Woche… nicht nur ein Wetterumschwung, auch ein Wasserschaden und eine Erkältung vernebeln meine Wahrnehmung für das Pfingstwochenende.

hausfrauenmethode_kräuter (5)

Natürlich ist mir klar, dass Montag ein Feiertag ist – trotzdem ist der Einkauf am Freitag bzw. Samstag irgendwie nur rudimentär ausgefallen. Was es am Sonntag oder Montag zu essen geben würde, soweit hat mein Gedanke nicht gereicht. Und dann aus Nichts etwas Leckeres herzurichten erscheint wie eine Herausforderung… wenn man eben nicht vorbereitet ist. Aber es gibt ja „basics“ – und damit klappt ein leckeres Abendessen dann doch immer.

In der Vorratsschublade findet sich ein Mix zur Herstellung von vegetarischen Frikadellen, im Kühlschrank sind noch 3 Bratwürstchen. Zudem sind Tomaten und eine Schlangengurke im Frischefach und im Vorratsschrank Zwiebeln, Reis und eine Dose Baked Beans. Was jetzt noch fehlt – und tatsächlich den Geschmack an alles bringt – sind Gewürze und Kräuter. Und da freue ich mich besonders: die Kräuter wachsen im Beet vor sich hin und sind jetzt für mich verfügbar!

Ein Highlight unseres letzten Wohnortes war ein Kleingarten in unmittelbarer fußläufiger Nachbarschaft. Die Vereinskneipe führte eine griechische Familie – Sohn Elef und seine Eltern; manchmal halfen Cousinen und Geschwister aus. Elefs Mama stand in der Küche und hat für uns frisches Essen zubereitet. Für mich war immer das Köstlichste einen kleinen griechischen Bauernsalat, einmal Gigantes und dazu eine Portion Pommes Frites mit Zaziki zu essen – für mich brauchte es dort keinen Spieß, kein Steak, kein Bifteki und auch kein Gyros zu sein. Das Besondere am Salat von Elefs Mutter waren immer die drei Sorten Zwiebeln on top: die normale Gemüsezwiebel, die Lauchzwiebel und zudem Schnittlauch. Und davon inspiriert halte ich es auch so wann immer es geht. Und viel Schnittlauch zu haben ist mir seeehr wichtig!

Zu essen gab es gestern Abend dann für mich die Veggi Frikadellen, für Sven eine Currywurst, dazu Reis mit Bohnen (gewürzt mit Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Kurkuma und Salz) und eben einen griechischen Bauernsalat mit Kräutern. Als zusätzliche Würze – nicht nur der Improvisation geschuldet – gab es einen köstlichen Ketchup dazu! Bei uns ist es im Moment der Bull’s-Eye Tomato Ketchup aus „dried tomatos“.

Um auch in schlechter organisierten Zeiten ein gutes und frisches Essen zubereiten zu können, empfiehlt sich also eine gut sortierte Vorratskammer (oder -schublade)… dazu demnächst mal mehr.

 

Basics in der Backschublade

Klar, immer wieder fehlt etwas in meiner Backschublade… und dann heißt es improvisieren. Um aber immer einen Kuchen zaubern zu können – auch sonntags spontan, wenn alle Geschäfte geschlossen sind und keine Zutaten mehr eingekauft werden können – solltest du folgende Dinge parat haben. Jamie Oliver und andere unterscheiden immer in trockene und feuchte Zutaten. Hier mal eine kleine Liste:

Trockene Zutaten

  • Mehl (egal ob Vollkornmehl, Weizen oder andere Mehl wie z.B. glutenfreies Maismehl oder ähnliches)
  • Zucker (egal ob raffiniert oder Puderzucker oder Kandis oder Brauner Zucker oder auch Vanillezucker)
  • Triebmittel wie z.B. Backpulver oder Trockenhefe
  • immer wenn etwas Süßes gebacken wird solltest du auch etwas Salz verwenden

Nasse Zutaten

  • Fett (z.B. Butter, Margarine oder Öl)
  • Eier oder Quark (als Binde- aber ersteres auch als Triebmittel)
  • Milch für eine weichere Konsistenz (kann auch Sojamilch sein oder Sahne etc.)

Alle weiteren Zutaten sind „Add-Ons“. Ich habe immer auch eine Auswahl an Nüssen (und Samen für Brote) parat, zudem Puderzucker für eine schöne Kuchenhaube oder eben Zuckergüsse und auch Kakaopulver. Außerdem habe ich für den Geschmack Öle wie Zitronenöl oder Bittermandelöl oder Vanille Extrakt in der Schublade – ich weiß schon, dass nicht alle nur natürliche Aromen enthalten, ich bediene mich, wie ich möchte.
Darüber hinaus gibt es bei mir Kakaopulver, Kuvertüre oder Schokolade, die ich nutzen kann. In seltenen Fälle habe ich auch Schokostreusel oder ähnliches zu Hause aber lieber verarbeite ich die ganze Schokolade in das was ich benötige (mal zum Verflüssigen, mal in Bröckchen oder Stücken). Für besondere Anlässe nutze ich auch Lebensmittelfarbe. Die kommt meist in größeren Einheiten als ich sie benötige und meist läuft der Rest irgendwann ab… also ist mein Tipp, direkt die kleinste Einheit kaufen oder direkt die doppelte Portion in der Farbe fertigen, damit nichts übrig bleibt und direkt mit Freunden genießen.
Zudem habe ich immer Gläser mit Kirschen im Schrank und plündere regelmäßig die Obstschale. Äpfel, Birnen, Bananen oder anderes Obst, das nicht mehr so schön aussieht, dass du es aus der Hand essen möchtest, eignet sich immer hervorragend für Kuchen.

Zudem benötigst du natürlich auch eine Waage oder einen Messbecher (oder andere „Einheitengeber“ wie z.B. die Stricke auf dem Butterpapier oder einen Sahnebecher als 200g Einheit), Schüsseln, Schneebesen oder Mixer und Backformen. Ich habe immer Backpapier vorrätig. Alternativ kann man die Backform fetten und mehlen. Wenn es ein rustikaler Kuchen werden soll nutze ich manchmal anstelle von Mehl auch Paniermehl oder Haferflocken zum Ausstäuben. Und um zu prüfen, ob der Kuchen gar ist benötigst du ein Holzstäbchen zum Ende der Backzeit. Zugegeben, die habe ich nie in der Schublade, ich nutze immer einen Zahnstocher… (wenn kein Teig mehr am Zahnstocher kleben bleibt, ist der Kuchenteig gar gebacken).

In meinem Bild siehst du eine Blechkiste, darin sind auch offene Tütchen und einige Marmeladengläser, darin sind z.B. ganze Mandeln aber auch eine Vanilleschote in einem Zucker etc. Mach dir deine eigene kleine Backwelt 🙂

Basic Backschublade