Spargelzeit: Willkommen!

Tja, die langen köstlichen und edlen Stangen…

Hausfrauenmethode Spargel im WoMo (8)

Der Spargel ist ein ganz besonderes Gemüse. Seine Geschichte reicht lange auch als Heilpflanze in der Antike zurück – er bietet also eine ganze Menge positives für unsere Körper. Die Spargelernte beginnt – je nach Witterung – etwa Ende April und dauert traditionell bis zum 24. Juni (das ist der Johanni Tag) – er ist also relativ selten zu bekommen. Außerdem ist es immer noch nicht gelungen, den Spargel maschinell zu ernten – er bekommt also eine besondere persönliche Behandlung. Diese Punkte zusammen machen den Spargel echt teuer. Wenn ich mir also Spargel leiste, dann mit dem Respekt, der dem Gemüse entgegenzubringen ist. Das heißt für mich immer, nach einem Rezept zu kochen und nur nichts bei der Zubereitung falsch zu machen. Eins der besten Rezepte kommt von meiner Cousine Nina… aber dazu vielleicht mal an anderer Stelle etwas mehr.

Die letzten Spargelstangen vom Bauern an der Soester Börde sind wir noch nicht verspeist, aber der Kurztrip mit Wohnmobil zur Loreley steht an. Also packen wir den Spargel ein und nehmen ihn mit. An Bord haben wir einen ausgezeichneten Kühlschrank und der Spargel wird sachgemäß durch Deutschland gefahren…

Unser Ziel ist am Himmelfahrt der Campingplatz Schönburgblick: wir bekommen einen schönen Stellplatz für das Wohnmobil in 2. Reihe zugewiesen – der Platzwart ist super nett, entspannt und freundlich, er macht uns später am Abend noch ein großes Lagerfeuer an seinem Food Truck an, und unsere Nachbarn sind alle so lieb zu den Hunden um uns herum, dass wir eigentlich nicht mehr weg möchten.

Hausfrauenmethode Spargel im WoMo (3)

Am Ziel angekommen geht es jetzt um dem Spargel. Und klar – im Wohnmobil heißt das improvisieren. Wir haben nur die bekannten ineinander gestapelten Campingtöpfe aus Alu, die natürlich nicht ausreichend groß sind für die langen Spargelstangen. Zudem haben wir weder die Zutaten für eine Hollandaise noch eine Fertigsoße an Bord. Wo bleibt also der Respekt für das Gemüse?! Seht selbst.

Ich freue mich auf Spargel und mein lieber Sven auch.

  • Mit einem wirklich stumpfen Sparschäler versuche ich die holzigen Teile der Stangen zu entfernen. Einige arbeite ich noch mit einem Hümmelchen nach. (Hier mal ein Tipp: es macht wirklich keine Freude, im Wohnmobil die ausrangierten Geräte aus der Heimküche wieder zu finden. Ich möchte mal vorschlagen, dass nur solche Utensilien an Bord eines Wohnmobils, eines Wohnwagens oder auch einer Ferienwohnung geraten, die wirklich gut funktionieren. Ob sie noch schön oder zeitgemäß aussehen, ist ja Wurscht – aber die Dinge, die im täglichen Gebrauch zu Hause schon nicht funktionierten und über die wir uns permanent geärgert haben, machen nicht plötzlich Freude an den privaten oben beschriebenen Urlaubsorten! Also bitte: solche Dinge weitergeben (vielleicht kommt jemand anderes ja damit klar) oder wegwerfen, aber nicht weiter darüber ärgern! Für mich heißt das, einen WMF Sparschäler für das Wohnmobil zu besorgen! Der ist für mich super! Dafür werde ich meine nächsten Payback Punkte nutzen! Oder hat jemand genau den Sparschäler zum Tausch oder zum Verschenken, weil er / sie genau den nicht mag?!)
  • Dann schneide ich die langen Stangen auch noch in ca. 5-7 cm kurze Stücke, einige auch in der Länge nochmal durch.
  • Salzwasser aufsetzen und den Spargel kochen.
  • … kurz bevor die Garzeit endet, einige mit Ricotta und Spinat gefüllte Tortellini direkt mit ins Wasser geben. Die frischen Nudeln brauchen nicht mehr als 3 Minuten.
  • Parallel zerlasse ich auf der zweiten Kochstelle zwei Knoblauchzehen in Butter. Die fertig gegarten Spargelstücke und Nudeln dazu geben – ich schöpfe mit einem Löffel und einiges an Spargelwasser kommt mit in die Pfanne, das ist in Ordnung. Etwas schwenken und den Buttergeschmack überall verteilen.
  • Schließlich noch ein paar Scheiben Cheddar Cheese dazu und schmelzen lassen. Ich würze mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer – natürlich gibt es im Wohnmobil eine Pfeffermühle! Aber heute leider keine frischen Kräuter :-/.

Dazu am Rhein für mich einen gekühlten Rose und für Sven ein heimisches Bier. Das Ganze mit Blick auf den Rhein und auf die vorbeifahrenden Schiffe.

Herrlich improvisiert – köstlich gegessen. Nicht ganz so geschmacksintensiv wie zu Hause vielleicht – dafür aber mit einem extrem guten Gefühl. Dem guten Gewissen, nichts verschwendet oder weggeschmissen zu haben und im Einklang mit der Natur die heimische Wirtschaft respektiert und unterstützt zu haben :-).

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